Salzburg: "Gletscherdrachen" im Museum

18. Juli 2006, 18:34
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Waggons der Kapruner Brandkatastrophe werden ausgestellt

Salzburg - Im November 2000 mussten 155 Menschen bei einem furchtbaren Brand der Standseilbahn Kaprun ihr Leben lassen. Zwei Wagons der damals nicht verbrannten Gletscherbahn-Garnitur sollen nun in ein niederösterreichisches Museum übersiedelt werden.

Der "Gletscherdrachen"dürfte vermutlich Ende dieser Woche aus dem Depot der Struberkaserne in Salzburg weggebracht werden, da das Gericht die Beweismittel an die Eigentümer zurückgibt. Den Auftrag dazu erteilte ein niederösterreichisches Fahrzeugmuseum, an das er verschenkt wird.

Er wird in eine Halle gebracht, von dort aus soll er in Stand gebracht werden, um ab 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.

Teile trennen

Seit Montag werden verwertbare Teile von unbrauchbaren getrennt, wie Harald Schiffl, Pressesprecher der Gletscherbahnen Kaprun AG (GBK), auf Anfrage hin mitteilte. Sechs Mitarbeiter der GBK helfen mit, die noch verwertbaren Teile wie Achse, Räder, Elektrik und Hydraulik aus dem "Gletscherdrachen"auszubauen. Diese Laufwerke sollen in einem neuen Transportzug für Güter auf das Kitzsteinhorn wiederverwendet werden, so Peter Präauer von den Kapruner Gletscherbahnen. Sie werden "für interne Zwecke gebraucht". Die Hülle des Zuges wird an das Museum verschenkt, alle unbrauchbaren Teile werden von einer Tiroler Entsorgungsfirma fachgerecht entsorgt.

Die Kosten in der Höhe von 40.000 Euro werden von der Republik getragen, hieß es dazu im ORF-Landesstudio Salzburg.

Das Museum, in dem die Wagons der Seilbahn ab dem nächsten Jahr ausgestellt werden sollen, möchte im Moment namentlich noch nicht genannt werden. (Barbara Stix, DER STANDARD-Printausgabe, 18.07.2006)

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