Sicheres Pflaster Linz

19. Juli 2006, 08:58
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Positive Kriminalstatistik für Oberösterreich

Linz- Nach dem Burgenland lebt es sich in Oberösterreich am besten - zumindest was den Bereich Sicherheit betrifft. Denn laut der aktuellen Halbjahresstatistik ging die Zahl der angezeigten Straftaten weiter zurück. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 sank sie um 10,9 Prozent (Burgenland: 21,3 Prozent). Grund genug für ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer und Sicherheitsdirektor Alois Lißl, in Linz Details vorzustellen.

"Sicherheit ist eine Kernaufgabe der Politik, denn sie hat etwas mit Lebensqualität zu tun", begründete Pühringer - wohl auch im Hinblick auf die anstehende Nationalratswahl - seine Anwesenheit bei der Präsentation der Kriminalstatistik. "Eine sehr erfreuliche", wie Lißl anmerkte, vor allem im Bereich der Eigentumsdelikte. So seien im städtischen Bereich die Einbrüche in Wohnungen um zwei Drittel zurückgegangen, Autos wurden in diesem Jahr um 44 Prozent weniger geknackt als im ersten Halbjahr 2005.

Gleiche Entwicklung

Eine Entwicklung, die sich mit der bundesweiten deckt. Auch österreichweit steht ein deutliches Minus vor Einbruchsdiebstählen in Wohnungen (von 7197 auf 6023 gesunken) und Pkw-Diebstählen (Rückgang von 3353 auf 2139).

Wesentlich besser als im Rest des Landes geht es jedoch den Fahrrad- und Handybesitzern in Oberösterreich. Rund ein Viertel weniger Anzeigen wegen eines geklauten Rads oder Mobiltelefons gingen bei der Polizei ein. In Wien hingegen stieg die Zahl der Handy- diebstähle um 15 Prozent. Außerdem leben Passanten in Linz weitaus sicherer als in der Bundeshauptstadt. Denn Taschendiebstähle nehmen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt nicht zu. Die Zahl stagniere, sagt Lißl (rund 290 im Jahr). In Wien dagegen haben 5472 Bestohlene von Jänner bis Juni Anzeige erstattet, um satte 27,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Und noch ein Grund zur Freude hatten der Landeshauptmann und der Sicherheitsdirektor: die überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote. In Oberösterreich werde jeder zweite Täter von der Polzei geschnappt. Der Bundesdurchschnitt der Aufklärungsquote beträgt für dieses Jahr bisher 38,7 Prozent. (ker/DER STANDARD-Printausgabe, 18.07.2006)

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