Flashmob-Versuch für Minigolfer am Wiener Stephansplatz

21. Juli 2006, 21:25
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Nur ein Dutzend Teilnehmer bei Veranstaltung in der City

Die Wiener Flashmob-Bewegung scheint so gut wie tot zu sein: Den Beweis erbrachte am Montagnachmittag eine Aktion vor dem Stephansdom. Inklusive Organisatoren fand sich ein Dutzend Menschen vor dem Dom ein, um für zehn Minuten mit Minigolfschlägern dazugehörige Bälle zu traktieren. Ziel des Flashmobs sei gewesen, "Lachen und Schmunzeln zu verursachen", so Organisator Bernd Georgsdorf.

Allerdings verbarg sich hinter der Aktion auch ein profaneres Ansinnen: Es gehe darum, Minigolf ins Rampenlicht zu rücken, unterstrich der Organisator. Ob folgerichtig ein einzelner Minigolfanbieter oder gar ein Verband hinter der Aktion stecke, ließ Georgsdorf auf Nachfrage unkommentiert: "Das wollen wir nicht bekannt geben."

Keine Bedenken

Für die am Vormittag angekündigte Spontanveranstaltung wurden jedenfalls Schläger und Bälle gestellt. Neben den Organisatoren fanden sich auch einige Passanten bereit, sich kurzzeitig als Minigolfer zu betätigen. Bedenken wegen der von Innenstadt-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel verhängten "Respektszone" Stephansplatz, nach der dort nur mehr kirchliche Veranstaltungen stattfinden dürfen, hatte Georgsdorf nicht. Der Flashmob sei nicht angemeldet und auch schnell wieder vorbei gewesen.

Die Flashmob-Bewegung kam im Jahr 2003 in New York auf und schwappt bald darauf auf Europa über. In den vergangenen Jahren ist es allerdings ruhiger um die Aktionsform geworden. Der Begriff "Flashmob" bezeichnet einen kurzen Menschenauflauf im öffentlichen Raum. Dabei verabreden sich die Teilnehmer, die sich in der Mehrzahl nicht bekannt sind, über das Internet oder via Handy. Für meist wenige Minuten führen sie dann an Ort und Stelle eine gemeinsame Aktion aus, bevor sich die Menge wieder auflöst. (APA)

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