250 afrikanische Flüchtlinge auf kanarischen Inseln gelandet

22. Juli 2006, 22:39
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Bis zu zehn Tagen in Holzboot auf offenem Meer getrieben - Einige Flüchtlinge litten unter Unterkühlung und Austrocknung

Santa Cruz - Die Flüchtlingswelle aus Afrika auf die kanarischen Inseln reißt nicht ab: Insgesamt 250 Afrikaner ohne Pass landeten am Montag mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in drei Booten an der Südküste Teneriffas und auf der Nachbarinsel La Gomera. Einige von ihnen litten unter Unterkühlung und Austrocknung. Unter den Bootsinsassen waren auch zwei Kinder, wie die Behörden berichteten.

Das erste Boot mit 83 illegalen Immigranten gelangte gegen 1.00 Uhr an den beliebten Surfer-Strand El Medano. Sie waren aus der portugiesischen Ex-Kolonie Guinea Bissau im Westen Afrikas geflüchtet und hatten zehn Tage in dem 20 Meter langen Holzboot verbracht. Die spanische Küstenwache entdeckte das zweite Schiff mit 77 Menschen an Bord gegen Mitternacht vor der Südküste der Kanareninsel. Am Morgen eskortierte sie das Boot in den Hafen von Los Cristianos, wo die illegalen Zuwanderer medizinisch betreut wurden.

Drei Personen ins Krankenhaus gebracht

Das dritte Flüchtlingsboot wurde gegen 13.30 Uhr in den Hafen von San Sebastian auf La Gomera gebracht. Es war von der Küstenwache gesichtet worden, als es mit leerem Tank auf dem Meer trieb. Drei der 90 Afrikaner an Bord mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die größte Flüchtlingswelle gab es in diesem Jahr im Mai, als innerhalb von 24 Stunden fast 800 illegale Zuwanderer mit 13 Booten auf der Inselgruppe ankamen. Sie zählen zu jenen rund 11.000 Flüchtlingen, die seit Anfang 2006 auf die Kanaren gelangten - so viel wie niemals zuvor. (APA/dpa)

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    Einige der 77 in Puerto Cristiano angekommenen Flüchtlinge mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

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