Frankreich: Schwarze Friseurin wegen Hautfarbe abgelehnt

19. Juli 2006, 08:58
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Inhaberin von Friseurladen musste 3000 Euro Strafe zahlen

Nantes - Die Besitzerin eines Friseursalons in Westfrankreich ist wegen Diskriminierung bei der Einstellung zu 3000 Euro Strafe verurteilt worden. Ein Gericht in Nantes sprach die Frau am Montag schuldig und erlegte ihr zudem die Zahlung von 1500 Euro Schadensersatz an eine schwarze Friseurin auf. Die 55-Jährige hatte im vergangenen November für ihren Salon in Chateaubriant über das Arbeitsamt eine Urlaubsvertretung gesucht - aber eine 27-jährige Friseurin haitianischer Abstammung mehrfach abgewiesen.

Den Ermittlern hatte sie gesagt: "Ich suche eine weiße Angestellte, weil das eher dem Typ meiner Kundschaft entspricht." Zudem fühle sie sich "mit Menschen meiner Farbe besser". Ihr Anwalt machte vergeblich geltend, seine Mandantin sei "keine rassistische Person". Bei gleicher Qualifikation bevorzuge sie aber Menschen aus ihrer Gegend - aus Gründen der "sozialen Bindung" und der "ländlichen Umgebung". (APA/AFP)

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