Bunker-Verkauf in Tschechien

24. Juli 2006, 12:46
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In den 30er Jahren waren sie zum Schutz vor einem Einmarsch deutscher Truppen angelegt worden

Prag - Über 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat das Verteidigungsministerium in Prag die ersten von mehreren hundert Bunkern im Grenzgebiet zu Deutschland verkauft. Die meist gut erhaltenen, heiß begehrten Befestigungsanlagen seien an jene Gemeinden abgegeben worden, auf deren Gebiet sie lägen, berichtete die Tageszeitung "Mlada fronta Dnes". Das Ministerium prüfe nun auch die Kaufangebote von Privatpersonen, hieß es.

Die Bunker hatte die tschechoslowakische Regierung in den 1930er Jahren zum Schutz vor einem Einmarsch deutscher Truppen nach dem Vorbild der französischen Maginot-Linie errichten lassen. Die Bauarbeiten wurden 1938, als das Sudetenland gemäß dem so genannten Münchner Abkommen von Hitler-Deutschland annektiert wurde, gestoppt. Von 1.300 geplanten großen Bunkern wurden 226 fertig gestellt, von geplanten 15.000 kleinen Bunkern rund 10.000.(APA/dpa)

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