Kongo richtet Reservat für gefährdete Bonobo-Menschenaffen ein

24. Juli 2006, 13:24
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Bestand der Tiere von 100.000 auf 10.000 gesunken

Kinshasa - Zum Schutz der gefährdeten Bonobo-Menschenaffen hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo ein 3.600 Quadratkilometer großes Regenwaldgebiet unter Naturschutz gestellt. Das Lamoko-Yokokala-Reservat für die hoch entwickelten Bonobos sei nach jahrelanger Planung in der Provinz Equateur eingerichtet worden, teilte die Umweltorganisation African Wildlife Foundation am Samstag mit. Das Gebiet sei für das Überleben der Menschenaffen unverzichtbar.

Die Bonobos, die für ihr weit entwickeltes Sozialleben und ihr ausgeprägtes Sexualverhalten bekannt sind, leben ausschließlich im Kongo-Becken. Im Jahr 1980 wurde ihr Bestand noch auf 100.000 Tiere geschätzt. Durch Wilderei und Holzeinschlag hat sich die Zahl der Bonobos inzwischen auf schätzungsweise 10.000 Tiere reduziert. (APA)

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