Niederlande: Gerichtsbeschluss schützt Filesharer

9. Juli 2007, 11:33
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Die Art und Weise der Datensammlung in Form von IP-Adressen und Dateinamen war den Richtern ein Dorn im Auge

Laut einem Bericht des Online-News-Dienstes The Register, hat die Organisation zum Schutz der Rechte der niederländischen Unterhaltungsindustrie BREIN (Bescherming Rechten Entertainment Industrie Nederland) vor einem Berufungsgericht eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Das Gericht durchkreuzte die Pläne der Lobby-Industrie an UserInnen-Daten über die Serviceprovider (ISPs) zu kommen.

Ein Dorn im Auge

Die Branchenvertreter forderten, dass die Provider, unter anderem Wanadoo und Tiscali, die Identitäten von Filesharern heruasgeben müssen. Das Gericht schloss sich dieser Sichtweise nicht an und begründete dies mit der Art und Weise der Datensammlung in Form von IP-Adressen und Dateinamen durch das US-Unternehmen MediaSentry. Diese Vorgehensweise sei nicht mit dem europäischen Datenschutzrecht vereinbar.

Zu unsicher

Das niederländische Gericht sprach dem Unternehmen und seiner Software MediaSentry die Fähigkeit ab, Rechtsverstöße eindeutig zu erkennen. Auch sei das Durchsuchen von freigegebenen Festplatteninhalten der Verdächtigen nicht möglich, ohne dass es zu einer Kollission mit dem Schutz privater Daten käme. BREIN hat bereits angekündigt, die Entscheidung anfechten zu wollen.(red)

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