Regelauslegung: Deutsche Verhältnisse

21. Juli 2006, 14:51
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Schiedsrichter sollen eine Reihe von Vergehen strenger bestrafen, Kartenspiele à la WM können erwartet werden

Wien - Österreichs Bundesliga-Kicker müssen sich auf WM-Verhältnisse einstellen. Geht es nach der Schiedsrichterkommission, werden in der Herbstsaison für Ellbogeneinsatz, Halten, Klammern und Spielverzögern noch strenger bestraft. Auf diese Linie wurden die Spielleiter, Assistenten und Beobachter beim traditionellen Sommerlehrgang in Obertraun hingewiesen.

Besonders Ellbogen- und Unterarmeinsätze sollen unterbunden werdn. Attacken, die ausschließlich auf die Gesundheitsgefährdung eines Gegenspielers abzielen, sind rigoros zu bestrafen, teilte die Kommission mit. Gleiches gilt für Halten und Klammern durch Stürmer, die Verteidiger dadurch zu behindern versuchen. Taktische Fouls an der Mittellinie, bei denen Erfolg versprechende Angriffe unterbunden werden, müssen die Referees ab sofort mit einer Verwarnung ahnden.

Unsportliches Verhalten und absichtliches Verzögern bei Freistößen und Einwürfen müssen die Unparteiischen ab sofort von Beginn an bis zum Ende des Spieles noch konsequenter bekämpfen. Spieler, die bei Unterbrechungen den Ball absichtlich wegspielen, in die Hand nehmen und so den Gegner provozieren, werden sofort mit der Gelben Karte bestraft. Als Referenz für die Schiedsrichter dienten die Erfahrungen der abgelaufenen Meisterschaft und der WM.

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