Pressestimmen: "Sommerschlussverkauf"

26. Juli 2006, 22:45
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  • ITALIEN:

    "Gazzetta dello Sport": "Ein harter Schlag, ein Erdbeben in der Serie A. Historische Demütigung für Juventus, nur Milan bleibt der Zwangsabstieg erspart. Die Berufung steht noch aus, aber sicher ist: Der italienische Fußball wird nicht mehr derselbe sein."

    "Corriere dello Sport": "Der italienische Fußball hat eine Woche erlebt, die immer in Erinnerung bleiben wird: Vom WM-Triumph bis zu den folgenschweren Urteilen. Jetzt sind die Provinzklubs am Zug. Die Ära der Großen ist für mindestens zwei Jahre beendet."

    "La Repubblica": "Bilder wie bei einem Erdbeben. Aber: The show must go on. Die Zentren der Fußball-Macht wurden bestraft, aber nicht vernichtet. Juventus bleibt die Serie C erspart, sie wäre das Ende gewesen."

    "Tuttosport": "Der italienische Fußball erlebt die schwierigste Phase seiner Geschichte. Jetzt kommt es darauf an, den betroffenen Klubs einen Neubeginn zu ermöglichen."

    "La Stampa:" "Schock für Juventus. Die Alte Dame wurde zu zwei Jahren Hölle verurteilt. Erstmals in seiner 109-jährigen Geschichte muss der Klub absteigen, und ein Aufstieg im kommenden Jahr ist unmöglich. Jetzt sind die Spieler auf der Flucht."

    "Corriere della Sera:" "Nur 120 Stunden nach dem glücklichsten Moment bei der WM erlebt der italienische Fußball seinen traurigsten Tag. Das ist das Ende der Spitzenklubs. Der italienische Fußball wird mindestens zwei Jahre brauchen, um sich von diesem Skandal zu erholen. Jetzt haben die Kleinen eine große Chance."

  • SPANIEN:

    "Cadena Ser" (Radio): "Juves Abstieg ist wie der Untergang der Titanic im europäischen Fußball."

    "AS": "Die superharten Sanktionen öffnen Real Madrid die Tür zur Verpflichtung von Cannavaro, Zambrotta und Emerson."

    "Marca:" "Italienische Mode zu unglaublichen Preisen! Bitte greifen sie zu!"

    "Sport": "Nun beginnt der Sommerschlussverkauf im italienischen Fußball. Die Fußball-Mafia ist hart bestraft worden, und alle sollten sich Gedanken machen."

  • SCHWEIZ:

    "Tages-Anzeiger:" "Alle werden bestraft, nach einem erstaunlich schnellen Prozess, im Namen des Gesetzes. Und im Namen der Tifosi, der Fans, die vielleicht über Jahre betrogen worden sind: um Geld, um ihre echten Emotionen im falschen Spiel."

    "Blick": "Ausgejubelt! Jagd auf Superstars ist eröffnet."

    "Neue Zürcher Zeitung:" "Calciopoli, wie die Italiener diese Glaubwürdigkeitskrise nennen, hat sich unter einer Glasglocke entwickelt (...) Die Calciopoli-Justiz ist in den Augen des früheren Staatspräsidenten und Strafrechtlers Cossiga ein lächerlicher Pseudo-Gerichtshof. Mag sein. Es handelte sich auch nicht um einen Strafprozess, sondern um ein Disziplinarverfahren eines Sportverbandes. Es ging um nichts anderes als um die antiquierte, unerhörte Frage: hat jemand gegen Sportlichkeit und Ehre verstoßen?"

    "Neue Luzerner Zeitung": "Die Stunde null in Italien. (...) Ob es wirklich das große, reinigende Gewitter in dem von Schiebereien und Vetternwirtschaft zerstörten Calcio ist, wird man erst in Monaten wissen." (APA/SIZ)

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