"Discovery" legt problemlose Landung hin

17. Juli 2006, 18:53
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Selbst tiefe Wolken konnten es nicht verhindern: Die Raumfähre ist pünktlich und sicher zurück gekehrt

Washington/Cape Canaveral - Trotz tiefer Wolken über dem Weltraumbahnhof in Florida hat die amerikanische Weltraumfähre "Discovery" am Montag eine Bilderbuchlandung hingelegt. Das Shuttle kehrte nach 13 Tagen im All und einem Besuch bei der Internationalen Raumstation (ISS) sicher zur Erde zurück. Die sechs Astronauten an Bord landeten wie geplant um 15.14 Uhr.

"Herzlichen Glückwunsch zu einer erfolgreichen Mission", funkte die Bodenkontrolle, als das Shuttle zum Stehen kam. "Wir haben die Landung genossen", antwortete Kommandant Steve Lindsey.

Letzte Unsicherheitsmomente

Die Landung war bis zuletzt nicht sicher. Über dem Weltraumbahnhof zogen immer dickere Wolken auf. Das ist ein Sicherheitsrisiko, weil die Piloten das Shuttle manuell steuern und die Landebahn möglichst frühzeitig im Blickfeld haben müssen. Eine Shuttlelandung ist schwieriger als die eines normalen Flugzeugs, weil die Weltraumfähre mit Überschallgeschwindigkeit anfliegt und in kurzer Zeit erheblich sinken muss.

Rund zehn Minuten vor der Landung änderte die NASA noch einmal den Anflugwinkel und entschied sich für eine andere Landebahn als geplant. Für Shuttle-Kommandant Steve Lindsey bedeutete das ein ungeplantes Linksmanöver vor dem Aufsetzen. Die Kommandantin des letzten Shuttle-Flugs, Eileen Collins, verfolgte das Geschehen am Fernsehen. "Perfekt", lobte sie die Leistung ihres Kollegen.

Abschied aus dem All

Die "Discovery" hatte am Samstag von der Raumstation abgedockt und den Rückflug zur Erde angetreten. Ein Mitglied der Besatzung, die am 4. Juli in Florida gestartet war, kehrte nicht zur Erde zurück: Der deutsche Astronaut Thomas Reiter blieb als 3. Mann in der Raumstation, wo er bis Weihnachten mit einem amerikanischen und einem russischen Kollegen forschen will.

Die Weltraumbehörde NASA war mit dem Flug rundum zufrieden. Während im Sommer vergangenen Jahres der erste Weltraumflug nach dem Verlust der Fähre "Columbia" noch von Pannen und Problemen gezeichnet war, verlief dieser "Discovery"-Flug einwandfrei. Nur ein Leck in einem der Antriebsaggregate für die hydraulischen Systeme hatte den NASA-Ingenieuren vor der Landung vorübergehend Sorge gemacht. Das Problem stellte sich jedoch schnell als ungefährlich heraus.

Mission ISS

Die Astronauten trieben auch den Ausbau der ISS voran. Unter anderem wurde ein Vehikel wieder in Gang gebracht, das an der Außenseite der Station Lasten transportieren kann. Die NASA will die Versorgungsflüge zur ISS bis Ende nächsten Jahres über die Bühne bringen. Die verbliebenen drei Shuttles sollen in gut drei Jahren aus dem Verkehr gezogen werden. Die NASA arbeitet bereits an neuen Raumfahrzeugen, die auf dem Mond landen und weiter zum Mars fliegen können. (APA/dpa)

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    Die Crew war bereits im Vorfeld bester Dinge.

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