Arabische Außenminister beraten in Kairo

15. Juli 2006, 22:02
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Libanesischer Hilferuf an Arabische Liga

Kairo - Am vierten Tag der israelischen Libanon-Offensive sind am Samstag in Kairo die Außenminister der Mitgliedstaaten der Arabischen Liga zu einer Sondersitzung zusammengetreten. Seit Beginn der Bombardierungen am Mittwoch sind etwa 70 libanesische Zivilpersonen ums Leben gekommen.

Der libanesische Staatspräsident Emile Lahoud hat an die Arabische Liga appelliert, seinem Land zu Hilfe zu kommen, das "von Israel systematisch zerstört" werde. Er hoffe, dass die Krisensitzung in Kairo den Auftakt zu einer "raschen und wirksamen arabischen Reaktion" bilden werde, schrieb Lahoud in einer in Beirut veröffentlichten Botschaft an die Liga.

Mussa nahm Syrien in Schutz

Die Arabische Liga umfasst 22 Staaten, einschließlich des 1988 von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ausgerufenen Staates Palästina. (Die PLO war als solche bereits 1976 Vollmitglied der Liga geworden.) Zu den Gründungsmitgliedern - Ägypten, Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Saudiarabien und Syrien - kamen später Algerien, Sudan, Libyen, Marokko, Tunesien, Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mauretanien, Somalia, Djibouti und die Komoren hinzu.

Liga-Generalsekretär Amr Mussa (Ägypten) hatte vor der Sitzung Syrien in Schutz genommen und erklärt, dass es keine Beweise gebe, dass Damaskus hinter den antiisraelischen Angriffen der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah stehe. (APA/dpa)

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