Gipfeltour über dem Tal der Almen

    14. Juli 2006, 18:30
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    Großarltal: Vom Kreuzkogel zum Schuhflicker - Die Gipfel des Gebietes erweisen sich als lohnendes Ziel für eine Tour

    Großarl präsentiert sich als "Tal der Almen", in dem der Wanderer nicht weniger als 36 bewirtschaftete Hütten in der Hochregion vorfindet. Aber auch die Gipfel des Gebietes erweisen sich als lohnendes Ziel für eine Tour. Und da etliche der hoch gelegenen Weideregionen auch mit dem Wandertaxi erreichbar sind, lassen sich mehrere höchst interessante und abwechslungsreiche Streckentouren zusammenstellen. Etwa vom Kreuzkogel zum Schuhflicker. Der Sage nach verdankt der Berg seinen ungewöhnlichen Namen dem Umstand, dass ein Flickschuster die sonntägige Messe schwänzte, auf den Berg stieg und zur Strafe durch ein Unwetter in Stein verwandelt wurde.

    Die Wege über die baumfreien Höhenrücken garantieren freie Sicht nach allen Seiten, und in der Umgebung liegen die gletscherbedeckten Dreitausender der Hohen Tauern - vom Hafner bis zum Großglockner -, die westlichen Erhebungen der Radstädter Tauern mit Mosermandl und Faulkogel, Hochkönig, Tennengebirge und Dachstein. Nicht zuletzt beeindruckt der Blick ins Großarl- und Gasteinertal. Der Pfad ist gesäumt von prächtigen Alpenblumen.

    Die lohnende Tour erweist sich zudem als wenig anstrengend, denn von Großarl führt eine Gondelbahn bis knapp unter den Kreuzkogel, von der malerischen Aualm lässt sich der Abstieg ins Tal durch Benützung des Wandertaxis vermeiden. Die Telefonnummer hat die Hüttenwirtin auf der Aualm parat. Allerdings ist die Bergbahn bis 4. 9. nur dienstags, donnerstags und sonntags in Betrieb, bis 10. 10. verkehrt sie nur donnerstags und sonntags. In der übrigen Zeit kann man mit dem Taxi auf die Kreuzhöhe fahren.

    Die Wege sind einfach, gut beschildert und markiert, nur der Aufstieg vom letzten Sattel zum Gipfel des Schuhflickers ist schmal, steil und steinig. Man braucht gutes Wetter, denn in Kammlagen entfaltet der Wind seine volle Kraft. Bei Nebel sollte die Tour unterbleiben.

    Die Tour: Von Großarl fährt man mit der Gondelbahn zur Kreuzhöhe und steigt in einer halben Stunde zum Kreuzkogel auf. Weiter verläuft der Weg über den Höhenrücken zum Fulseck und über das Kieserl hinunter zum Arltörl. Dann folgt ein längerer Anstieg zu einem Sattel und auf den Schuhflicker. Gehzeit ab Kreuzkogel 2½ Stunden. Nun kehrt man in den Sattel zurück und steigt auf der roten Markierung zur Aualm ab. Ab Gipfel eine Stunde. (Bernd Orfer, Der Standard, Printausgabe 15./16.7.2006)

    Gesamtgehzeit 4 Stunden, Höhendifferenz rund 700 m. Gasthaus bei der Bergstation auf dem Fulseck, bewirtschaftete Aualm. Wanderkarte Großarl, Maßstab 1:35.000. Bundesamtsarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 125 (Bischofshofen), 155 (Bad Hofgastein)

    Informationen: Großarltal Tourismus

    • Artikelbild
      foto: www.grossarltal.info
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