Passanten hielten Dreh für echte Entführung

17. Juli 2006, 10:14
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Polizei verständigt - Anzeige "wegen Tragens von Uniformen" für Schauspieler der "Szene Salzburg"

Salzburg - Laiendarsteller des Vereins "Szene Salzburg" hielten die Salzburger Stadtpolizei in den vergangenen Tagen auf Trab. Wegen ihrer szenischen Darstellungen für Filmaufnahmen - darunter eine Entführung und ein nachgestellter Mord - mussten die Beamten mehrmals umsonst ausrücken. Weil sich zwei Männer am Dienstag als Gendarmen ausgaben, wurden sie wegen "unbefugten Tragens von Uniformen" angezeigt.

Passanten alarmierten Polizei

Die Erhebungen ergaben, dass sich die Laiendarsteller auf Dreharbeiten der "Szene Salzburg" vorbereiteten. Die Szenen wurden offensichtlich so realistisch dargestellt, dass verunsicherte Passanten die Exekutive alarmierten. In einem Fall wurde eine Zivilstreife selbst Zeuge des "Theaters". Am 8. Juli zerrten zwei Männer vor der Polizeiinspektion Rathaus eine Frau in einen Wagen. Am Dienstag patrouillierten zwei "Gendarmen" am Mirabellplatz. Dort war eine "Mordszene" geplant. Am Mittwoch verunsicherten sie mit ihrem auffälligen Auftreten die Mitarbeiter eines Juweliergeschäfts.

Die Verantwortlichen der Szene Salzburg distanzierten sich von den Aktionen der Darsteller. Es sollten lediglich die Drehorte besichtigt werden, hieß es. Das Magistrat Salzburg hätte mitgeteilt, dass für Foto-Shootings keine Genehmigung erforderlich sei. Den beiden "Uniformierten" droht aber laut Angaben der Polizei eine Verwaltungsstrafe bis zu 350 Euro. (APA)

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