TV-Zweierdebatten zur Wahl ohne FPÖ

26. Juli 2006, 12:08
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Duellieren darf sich nur, wer mit Klubstärke im Nationalrat vertreten ist, so Mück - Eigene Runde für FP, Martin & Co - Die Termine im Überblick

Man kann FP-Chef Heinz-Christian Strache schon wettern hören: Der ORF lädt vor der Nationalratswahl zu Zweierkonfrontationen der Spitzenkandidaten – aber nur zwischen ÖVP, SPÖ, Grünen und BZÖ. Das erklärt TV-Chefredakteur Werner Mück im Gespräch mit dem STANDARD.

Duellieren darf sich im ORF-Fernsehen nur, wer mit Klubstärke im Nationalrat vertreten ist, begründet Mück die Entscheidung. Die FPÖ mit ihren zwei Abgeordneten fällt nicht in diese Kategorie.

Strache dürfte auch kaum trösten, dass der ORF auch für andere Parteien eine eigene große Runde vorsieht: Dort kann Strache dann mit Hans-Peter Martin und Vertretern anderer Parteien diskutieren, soferne sie bundesweit zur Wahl antreten.

Mücks Fahrplan im Detail

  • 5. September 22.30 bis 23.30 Uhr ÖVP – Grüne

  • 7. September 22.30 bis 23.30 Uhr SPÖ – BZÖ

  • 12. September 22.30 bis 23.30 Uhr ÖVP – BZÖ

  • 14. September 22.30 bis 23.30 Uhr SP – Grüne

  • 19. September 22.30 bis 23.30 Uhr Grüne – BZÖ

  • 21. September 21.10 bis 22.10 Uhr Kanzlerduell ÖVP – SPÖ

  • 26. September 22.30 bis 23.55 Uhr Kleinparteien bundesweit ohne Klubstärke im Parlament

  • 28. September 20.15 bis 21.55 Uhr "Elefantenrunde" ÖVP – SPÖ – Grüne – BZÖ

  • Mück "geht davon aus", dass die Parteien ihre Spitzenkandidaten schicken. Andernfalls müssten sie sich "hochrangig" vertreten lassen. Eine Konfrontation mit FP-Chef Strache erspart Mück Kanzler Wolfgang Schüssel mit diesem Modus ohnehin.

    Die vier "Pressestunden"-Sonntage im September sind laut Mück auch für die Spitzenkandidaten reserviert. Er rechnet – etwa für Strache und Martin – mit der einen oder anderen Doppelfolge an einem Sonntag. Sein Motto: "Wer kommt, hat eine."

    Zudem widmet der ORF die vier "Offen gesagt"-Termine an den Sonntagabenden vor der Nationalratswahl am 1. Oktober Sachthemen des Wahlkampfs. Sie würden aktuell festgelegt, sagt Mück. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 15./16.7.2006)

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