Zehn tote Delfine bei Venedig angeschwemmt

17. Juli 2006, 11:07
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Experten vermuten Viruserkrankung - Delfine in Neuseeland flüchten sich in Flusswasser

Rom - In der italienischen Adria sind in kurzer Zeit zehn junge Delfine aus ungeklärter Ursache verendet. Wie die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" am Freitag berichtete, wurden die bereits stark verwesten Kadaver in den vergangenen Tagen bei Venedig ans Ufer gespült. Es handle sich um Große Tümmler oder Delfine (Tursiops Truncatus), wie sie aus der TV-Serie "Flipper" bekannt seien. Experten gingen davon aus, dass eine Viruskrankheit Ursache des Sterbens sei.

Neuseeland: Flucht vor Schwertwalen

In Neuseeland sind die Delfine wiederum auf der Flucht vor Feinden: Eine Gruppe der dort ansässigen Delfine hat das offene Meer verlassen und ist einem Flusslauf ins Landesinneres gefolgt. Einer der Großen Tümmler sei dabei gestrandet und gestorben, berichtete eine Sprecherin der Tierschutzbehörde am Freitag.

Die restlichen Delfine würden nun beobachtet, um weitere Todesfälle zu verhindern. "Es ist Flut, daher finden sie hoffentlich von selbst den Weg zurück ins Meer ", sagte Sprecherin Carolyn Smith.

Die Delfine schwammen am Mittwoch von Mangonui im Osten der Nordinsel den Oruaiti-Fluss aufwärts. Im Hafen von Mangonui wurden laut Smith kürzlich Schwertwale entdeckt. Die auch als Orkas bekannten Tiere jagen und fressen Delfine. Ein Versuch, die fünf verbliebenen Delfine wieder ins Meer zu treiben, scheiterte am Donnerstag. (APA/dpa)

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