Strom für Haushalte in Österreich billiger

30. Juli 2006, 19:34
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Strom hat sich in der EU 2005 verteuert, in Österreich ist der Strompreis für Durchschnitts-Haushalte um 5 Prozent gesunken

Wien - Strom hat sich in der EU 2005 verteuert, österreichische Haushalte konnten sich aber über niedrigere Strompreise freuen. Dies geht aus heute, Freitag, veröffentlichten Daten der EU-Statistikamtes Eurostat hervor. Demnach stiegen zwischen Jänner 2005 und Jänner 2006 in der EU 25 die Strompreise für einen Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr (inklusive Steuern) um 4,6 Prozent und in der EU-15 sogar um 9 Prozent. Für Österreich meldet Eurostat einen Rückgang um 5,2 Prozent.

Netztarifsenkungen

Rückläufig waren die Preise auch in Belgien (minus 2,6 Prozent). In Lettland und Litauen blieben sie stabil. Deutlicher teurer wurde der Strom für einen Durchschnittshaushalt beispielsweise im Vereinigten Königreich (+14,2 Prozent), Tschechien (+7,8 Prozent) und in den Niederlanden (+7,3 Prozent). Zu den rückläufigen Strompreisen in Österreich wird von der Regulierungsbehörde E-Control unter anderem auf die Netztarifsenkungen hingewiesen. Zudem werde von den Statistikern der günstigste Anbieter für die Preisänderungen berücksichtigt, der Verbund sei im Berichtszeitraum neu am Markt für Haushaltskunden aufgetreten, hieß es aus der E-Control heute zur APA.

Österreich im unteren Mittelfeld

Der Strompreis für den österreichischen Durchschnittshaushalt liegt mit 13,40 Euro je 100 kWh innerhalb der EU-15 im unteren Mittelfeld. In Deutschland beispielsweise sind es 18,32 Euro je 100 kWh und in Italien 21,08 Euro.

Für die Industrie sind die Strompreise (ohne MwSt) in der EU-25 um 15,5 Prozent gestiegen, in der EU-15 um 31 Prozent. In Österreich betrug der Anstieg 4,4 Prozent. Kräftige Verteuerungen gab es unter anderem in Großbritannien (+36,2 Prozent), Schweden (+30,5 Prozent) und Belgien (+25 Prozent). Rückläufig waren die Industriestrompreise in Finnland (minus 1,7 Prozent) und in der Slowakei (minus 18,8 Prozent). (APA)

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