Fünf Fahrschulen wollen Arbeiterkammer verklagen

14. Juli 2006, 14:15
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Test zu Führerscheinausbildung sei unrichtig - Konsumentenschützer gelassen

Wien - Der Fachverband der Fahrschulen kündigte am Freitag an, die Arbeiterkammer wegen "Unwahrheiten" zu klagen, weil die Tests zur Führerscheinausbildung Unwahrheiten verbreiten.

Fünf österreichische Fahrschulen, darunter eine aus Hartberg in der Steiermark, werden bis Mittwoch die Klage eingereicht haben, sagte der Sprecher des Fachverbandes, Marcus Reisinger. Bei der AK sah man dem "sehr gelassen" entgegen, wie die wirtschaftspolitische Expertin Dorothea Herzele betonte. "Wir haben uns bemüht, seriös zu recherchieren und die Erhebungen an ein Meinungsforschungsinstitut ausgelagert", erklärte sie.

Der Fachverband stößt sich an Behauptungen wie "Zahlen fürs Durchkommen", "Unzulässige Verkürzungen von Fahrlektionen" oder, dass Fahrschulen selbst bestimmen würden, wie viele Übungsstunden ein Schüler benötigt: "Von Seiten der Arbeiterkammer sind immer wieder Anschuldigungen gegen die Fahrschulbranche veröffentlicht worden, die nicht der Wahrheit entsprechen".

Bereits seit 1998 führe die AK derartige Tests durch. Bei der jüngsten Erhebung hatten die Konsumentenschützer Anfang Juni die Preisgestaltung unter die Lupe genommen. Bei der AK ging man am Freitag davon aus, dass die Fahrschulen vor allem die Verwendung des Begriffs "Durchkommensgarantie" seitens der Konsumentenschützer anprangern werden. Der Terminus stamme nicht von der AK, sondern von den Fahrschulen selbst, sagte Herzele. Man habe den Begriff verwendet um das Preisdickicht plakativ darzustellen.

Die Konsumentenschützer hatten im Juni auch eine seit 1. Jänner 2006 gültige Flexibilisierung bei der Anzahl der Fahrstunden kritisiert. Diese erlaube, dass nach zwölf obligatorischen Einheiten der Ausbilder selbst festlege wie viele Übungsstunden der Schüler noch brauchen werde, so Herzele. Für die Fahrschüler sei schwer abzuschätzen, wie viel die Ausbildung tatsächlich koste, wenn sie nicht genau wissen, wie viele Stunden sie benötigen werden, um prüfungstauglich zu sein, so der Kritikpunkt der AK. (APA)

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