Österreichische Lekkerland will Minderheitsaktionäre abspalten

30. Juli 2006, 17:01
posten

Auf einer außerordent­lichen Hauptversamm­lung Mitte August soll der Ausschluss von Minderheitsgesell­schaftern beschlossen werden

Wien - Die österreichische Lekkerland Handels- und Dienstleistungs AG mit Sitz in Ternitz (NÖ) will bei der außerordentlichen Hauptversammlung (HV) am 16. August (11 Uhr) den Ausschluss von Minderheitsgesellschaftern beschließen. Das geht aus der heute, Freitag, veröffentlichten Einladung zur HV im Amtsblatt zur Wiener Zeitung hervor.

Geplant ist ein Beschluss über den Ausschluss "aller Aktionäre mit Ausnahme des Mehrheitsaktionärs Lekkerland Holding-Gesellschaft m.b.H. (Sitz in Frechen, Deutschland) und der Gilden Holding B.V., die zusammen 99,8 Prozent an der Gesellschaft halten. "Aus historischen Gründen" gibt es noch drei Kleinaktionäre, die zusammen 0,2 Prozent der Anteile halten. Sie sollen zu einem Wert von gut 50.000 Euro abgefunden werden.

An der deutschen Lekkerland-Muttergesellschaft hält die englische Gallaher-Gruppe, Eigentümerin der Austria Tabak, ein knappes Viertel.

Wohin geliefert wird

Lekkerland beliefert in Österreich rund 4.000 Tankstellen-Shops, Kioske, Baumärkte, Schulbüffets, Kinos, Getränkefachhändler, Kaufhäuser, Lebensmittelmärkte, Bäckereien oder Kantinen mit Süßwaren, Getränken oder Snacks. Schwerpunkt ist so genanntes "Convenience-Shopping", nach Angaben eines Sprechers "alles, wo der Endverbraucher schnell, einfach und bequem einkaufen kann". In Österreich wurden 2005 ein Umsatz von 120 Mio. Euro erzielt, das Unternehmen beschäftigt hier knapp 200 Mitarbeiter.

Die gesamte deutsche Lekkerland-Gruppe steigerte 2005 den Umsatz um knapp 9 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. Lekkerland beliefert in zwölf europäischen Ländern 130.700 Verkaufsstellen. Der Gesamtumsatz belief sich 2005 auf 9,1 Mrd. Euro. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.