"Viking 1", ein Meilenstein der Raumfahrtgeschichte

26. Juli 2006, 13:53
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Nach elfmonatigem Flug setzte der Lander der US-Raumsonde am 20. Juli 1976 auf dem Mars auf

Washington - Die US-Raumsonde "Viking 1" fand zwar keine Spuren von Leben auf dem Mars, aber sie schrieb dennoch Raumfahrtgeschichte. "Viking 1" bestand aus einer Mutter- und Tochtersonde. Der Lander ging nach elfmonatigem Flug am 20. Juli 1976 als erste US-Sonde auf dem roten Nachbarplaneten nieder. Die russische Sonde "Mars 3" schaffte das zwar schon 1971, aber der Funkkontakt brach schon Sekunden später ab.

Der 600 Kilogramm schwere Lander von "Viking 1" lieferte bereits 25 Sekunden nachdem er weich aufgesetzt hatte die ersten Farbbilder direkt von der Marsoberfläche. Rund 1.400 Aufnahmen wurden nach Angaben der NASA zur Erde übertragen, bis der Kontakt am 13. November 1982 schließlich abbrach. Ein Greifarm des Landers untersuchte erstmals auch Bodenproben. Ein Forschungsziel konnte die NASA jedoch nicht erreichen. Die biologischen Experimente brachten keinerlei Nachweis von Lebensspuren.

Zum Orbiter von "Viking 1" hielt die NASA bis zum 7. August 1980 Kontakt. Aus den übertragenen Aufnahmen der Muttersonde ergab sich erstmals auch ein relativ detailliertes Bild von der Oberfläche des Planeten. Vulkane, Lavafelder, riesige Canyons, Krater und Windformationen waren dank der hoch auflösenden Kamera an Bord zu erkennen. Die Sonde beobachtete auch die Wetterschwankungen und Wetterphänomene auf dem Mars und untersuchte die Struktur und Zusammensetzung der Atmosphäre. (APA/dpa)

  • Orbiter der US-Raumsonde "Viking 1"
    bild: nasa

    Orbiter der US-Raumsonde "Viking 1"

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Mars-Aufnahme des Orbiters (nachträglich beschriftet)

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