Brennende Autos in der Nacht vor dem Nationalfeiertag

31. Juli 2006, 12:33
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Wieder Krawalle in Pariser Vorstädten - 40 Brandstifter von der Polizei in Gewahrsam genommen

Paris - Jugendliche aus Pariser Vorstädten haben in der Nacht zum französischen Nationalfeiertag mehr als 50 Autos in Brand gesteckt, Konfrontationen mit der Polizei aber diesmal vermieden. Im Département Seine-Saint-Denis nordöstlich von Paris gingen neben den Fahrzeugen eine Reihe Müllcontainer in Flammen auf, teilte die Polizei am Freitag mit. 40 Brandstifter kamen in Polizeigewahrsam. Vor einem Jahr hatten Jugendliche in der Nacht auf den 14. Juli in dem Département 70 Autos angezündet, und es gab in mehreren Städten Krawalle.

In Paris selbst verlief die Nacht nach Polizeiangaben "sehr ruhig". Am Vormittag begann auf den Champs-Elysées die traditionelle Militärparade. Zum vermutlich letzten Mal an einem 14. Juli wollte sich Staatspräsident Jacques Chirac am frühen Nachmittag traditionsgemäß den Fragen ausgewählter Journalisten stellen und dabei "offensive" zehn Monate bis zur Präsidentenwahl im Frühjahr 2007 ankündigen. In Frankreich wird nicht damit gerechnet, dass der 73-jährige Chirac ein drittes Mal antritt, wobei dieser sich erst Anfang nächsten Jahres dazu äußern will.

Gefeiert wird die Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses am 14. Juli 1789. Damals waren etwa 900 Demonstranten in das Staatsgefängnis eingedrungen und hatten das Symbol königlicher Despotie in ihre Gewalt gebracht. Damit begann die französische Revolution. (APA/dpa)

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