Das Wasser selbst testen

26. Juli 2007, 12:27
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Wie der Selbsttest von Aqua Quality Austria (AQA) funktioniert und was er alles untersucht - mit Bestellung

Bisher haben 25.000 Österreicher den Wassercheck in Anspruch genommen. 22 Prozent aller durchgeführten Tests zeigten Überschreitungen gegenüber Grenz- beziehungsweise Richtwerten auf.

Problembereiche

Grundsätzlich ist die Wassergüte in Österreich von höchster Qualität. Entscheidenden Einfluss darauf haben aber in jedem Haushalt Hausleitungen, zum Beispiel bei Belastungen durch Blei, Eisen, Kupfer, und Armaturen bei Nickel, Zink, Chrom, etc. Auch beim Einsatz von Wasserenthärtungsanlagen können bei unsachgemäßer Wartung oder Einstellung Probleme in der Wasserqualität entstehen. Rund eine Million Österreicher beziehen ihr Wasser aus Hausbrunnen, wo eine Überprüfung der Qualität ratsam ist.

Chemische und physikalische Parameter

"Der chemisch physikalischen Test ist für alle, die wissen wollen, was aus ihren Leitungen rinnt. Sehr alte Hausleitungen oder Armaturen geben oft Blei, Chrom, Nickel oder Kupfer ab", weiß Thomas Schlatte von AQA. Viele Besitzer von Hausbrunnen wollen wissen, ob Schwermetall-Belastungen zu befürchten sind. Sehr oft kämen bei Hausbrunnen in Gebieten von landwirtschaftlichen Nutzflächen Nitratbelastungen vor, die durch Düngemittel ins Wasser gelangen. "Aber auch im positiven Sinne wollen sich die Leute das Wasser anschauen, weil wir auch positive Inhaltsstoffe wie Calcium oder Magnesium messen", erklärt Schlatte.

Der Inhalt

Der Wassercheck enthält eine einfache Anleitung und ein Fläschchen zur Probenahme. Zusätzlich eine bereits voradressierte und vorfrankierte Box für die Rücksendung der Wasserprobe. Diese werden von ARC Seibersdorf research auf 24 chemisch physikalische Inhaltsstoffe untersucht. Zu einem Preis von 43 Euro werden innerhalb von vier Wochen die Testergebnisse zugesandt. Diese werden den Grenzwerten aus der Trinkwasserverordnung gegenübergestellt und Überschreitungen gesondert ausgewiesen und erklärt. (red)

Was getestet wird

Chemisch physikalischer Test
Geruch, Färbung und Aussehen, Nitrat, Blei, Gesamthärte, Phosphat, Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Chlorid, Sulfat, Fluorid, Hydrogencarbonat, Aluminium, Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Lithium, Molybdän, Cadmium, Chrom und Nickel

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