SJÖ und Kinderfreunde wollen Wahlalter senken

8. Februar 2007, 17:37
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Stimme schon ab 16 Jahren abgeben - Dvorak: "ÖVP fürchtet sich" - Antrag wurde von der SPÖ im Nationalrat eingereicht

Wien – "Schluss mit Bevormundung" fordern die Kinderfreunde und die Sozialistische Jugend. Vor der letzten Plenarsitzung des Nationalrats am Freitagmorgen äußerten sie mit Transparenten den Wunsch, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken.

Den Antrag, auch 16- bis 18-Jährige bei der kommenden Nationalratswahl im Herbst einzubeziehen, bringt heute die SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann mit Parteichef Alfred Gusenbauer im Parlament ein. "Die ÖVP fürchtet sich davor, die Jugend wählen zu lassen", meint Ludwig Dvorak, Bundesvorsitzender der SJÖ, im Hinblick auf Jugendarbeitslosigkeit und Probleme im Bildungssystem.

Der Wunsch nach Stimmrecht sei bei den Jugendlichen auf alle Fälle vorhanden, betont Inge Posch, stellvertretende Bundesvorsitzende der Kinderfreunde. "Das politische Interesse ist da: Rund 70 Prozent der 16- bis 18-Jährigen haben sich bei den Landtagswahlen im Burgenland beteiligt", betont sie. Würde der Antrag heute im Parlament angenommen, könnten die Jugendlichen bereits am 1. Oktober ihre Stimme abgeben. Posch hofft, dass die ÖVP Einsicht zeigt und "auf die jungen Stimmen hört." (lis)

  • Der Politikernachwuchs demonstriert vor dem Parlament Kanzler Schüssels Einstellung zu Jugendlichen in der Politik.
    foto: derstandard.at/oberndorfer

    Der Politikernachwuchs demonstriert vor dem Parlament Kanzler Schüssels Einstellung zu Jugendlichen in der Politik.

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