Dritte Jurysitzung des Filmfonds Wien

13. Juli 2006, 19:08
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Sieben Kino-Spielfilme, zwei Kino-Dokus und drei TV-Produktionen gefördert

Wien - Der Filmfonds Wien (FFW) hat bei seiner dritten Jurysitzung in diesem Jahr Förderungen in der Höhe von 1, 102 Mio. Euro für zwölf Projekte beschlossen. Die Subventionen - 1,039 Mio. Euro für Herstellung und 62.800 Euro für Projektentwicklung - gehen an sieben Kino-Spielfilme, zwei Kino-Dokumentationen sowie drei Fernsehproduktionen, teilte der FFW in einer Aussendung mit. Eingereicht worden waren 36 Projekte mit einer beantragten Gesamtsumme von rund 5,664 Mio Euro.

Herstellungsförderungen gehen an acht Projekte, darunter zwei TV-Dokus und ein TV-Spielfilm. Gefördert wird etwa Harald Sicheritz' Verfilmung des Daniel Glattauer-Romans "Darum" (Allegro Film) rund um einen beliebten Gerichtsreporter, der vor Zeugen einen Mord begeht, und Peter Payer's "Freigesprochen" (Lotus Film) nach Motiven von Ödön von Horvaths "Der jüngste Tag".

Zwei Koproduktionen

Auch zwei internationale Kino-Koproduktionen erhalten eine Herstellungsförderung: Das mit Russland und Kasachstan koproduzierte Drama "Yarik" (Fischer Film) von Klaus Hundsbichler und Cecile Henry schildert das Schicksal eines sechsjährigen Buben, der seine Mutter in Moskau verliert, und der mit Schweden (S/S Fladen Film) koproduzierte Streifen "Wonderful and Loved by All" von Hannes Holm erzählt die Geschichte einer Frau, in deren Leben so ziemlich einiges schief läuft.

Die geförderten Dokus sind Brigitte Weichs "Hana, Dul, Sed... Fußball und die DVR-Korea" (Ri Filme) sowie die TV-Arbeiten "Semmering / Hochwien" von Kurt Mayer (Kurt Mayer Film) über die Geschichte der "Ringstraße in den steirisch-niederösterreichischen Alpen" und Robert Cibis' "Pianomania: Von der Arbeit mit Starpianisten" (Arbeitstitel), eine internationale Koproduktion mit WILDart Film als österreichischem Partner. Weiters gefördert wird die Herstellung von Nikolaus Leytners TV-Spielfilm "Die Geschworene" mit Christiane Hörbiger (Allegro Film).

Projektentwicklung

In der Projektentwicklungsförderung wurden insgesamt 62.800 Euro an drei Spielfilme sowie ein Dokumentarfilmprojekt vergeben: Ein Historiendrama, im Wien des 19. Jahrhunderts angesiedelt, wird Georg Fischnaller mit "Lercherl" für die Fischer Film verfassen. Götz Spielmann entwickelt mit "Revanche" (Spielmannfilm) ein Drama über Schuld und Rache, und die Geyrhalter Filmproduktion verwirklicht gemeinsam mit Benjamin Heisenberg und Martin Prinz als Drehbuchautoren das Spielfilmprojekt "Der Räuber" nach der Romanvorlage von Martin Prinz.

Als einziger Dokumentarfilm in der Projektentwicklung erhielt der "Event-Maturareise-Film" (Arbeitstitel) von Thorsten Trimpop und in Produktion von Mischief Films eine Förderung. (APA)

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