Schwarzfahrer wollte von Stadtbahnbögen springen

17. Juli 2006, 10:37
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Afrikaner flüchtete nach Fahrscheinkontrolle vor Polizei - Von Feuerwehr zur Umkehr überredet

Wien - Nach einer Fahrscheinkontrolle der Wiener Linien in der U6 wollte sich ein Afrikaner am Donnerstagnachmittag von den Stadtbahnbögen stürzen.

Der Mann kletterte zwischen den Stationen Nußdorf und Spittelau in Döbling auf einen Vorsprung der Stadtbahnbögen, sagte Mario Rauch von der Feuerwehr am Nachmittag zur APA. Nach 15 Minuten konnte er dazu überredet werden, nicht zu springen und auf die Drehleiter der Feuerwehr zu steigen. Er blieb unverletzt.

Angst vor Polizeikontrolle

Um 16.12 Uhr rückte die Wiener Feuerwehr mit Sprungkissen und einem Sprungtuch in Richtung Döblinger Gürtel, Sommergasse, aus. Der Mann stand zu diesem Zeitpunkt auf den Stadtbahnbögen und blickte Richtung Gürtel - die Polizei hatte dem Nigerianer die Fluchtwege abgeschnitten. Ein Polizeibeamter und ein Feuerwehrmann wurden auf einer Drehleiter nach oben gelassen. Sie haben "länger mit dem Mann gesprochen", sagte Rauch. Danach sei er in den Korb zu den Einsatzkräften gestiegen. "Vermutlich hatte er Angst vor einer Polizeikontrolle", sagte Rauch.

Der Döblingergürtel musste infolge der Polizeisicherung in Fahrtrichtung Süden für etwa eine halbe Stunde gesperrt werden. Von Amtsärzten werde nun untersucht, ob der Mann selbstmordgefährdet ist, sagte ein Sprecher der Polizei. (APA)

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