Tiefststand bei Euro-Fälschungen in Österreich

31. Juli 2006, 13:32
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50-Euro-Scheine am häufigsten illegal vervielfältigt - Bargeld nach wie vor beliebtestes Zahlungsmittel

Wien - Die Fälschungen von Euro-Banknoten haben in Österreich im ersten Halbjahr 2006 einen neuen Tiefststand erreicht. Wie die Nationalbank am Donnerstag vermeldete, lag die Zahl der illegalen Vervielfältigungen in diesem Zeitraum europaweit bei 300.000 Stück - während in Österreich 2.436 Fälschungen sichergestellt wurden. Vergleicht man die Fälschungsziffern des ersten Halbjahres 2005 mit dem ersten Halbjahr 2006, ergibt sich ein Minus von 42 Prozent.

Die am häufigsten gefälschte Banknote war mit einem Anteil von 40,5 Prozent 50-Euro-Schein, gefolgt vom "Hunderter" mit 26,1 Prozent und der 20-Euro-Note mit 19 Prozent. Ein großer Teil der Fälschungen, nämlich 35,8 Prozent, tritt entsprechend dem Bargeldaufkommen in Wien auf.

Von den 2.436 gefälschten Scheinen wurden 871 Stück in Wien (35,8 Prozent), 334 in Tirol (13,7), 258 in Niederösterreich (10,6), 241 in der Steiermark (9,9), 222 in Salzburg (9,1), 179 in Kärnten (7,3), 173 in Oberösterreich (7,1), 116 in Vorarlberg (4,8) und 42 im Burgenland (1,7) sichergestellt.

Vertrauen in Bargeld bleibt

Das Vertrauen in Bargeld scheint bei den Österreichern dennoch ungebrochen. Laut Nationalbank ist "Cash" nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel in der Alpenrepublik: 86,1 Prozent aller Zahlungstransaktionen werden mit Bargeld getätigt. Auf Basis dieser Umfrageergebnisse beträgt die Summe der durchgeführten Bargeld-Transaktionen hochgerechnet jährlich mehr als 76 Milliarden Euro.

Der für das heurige Jahr errechnete Schaden auf Grund von Fälschungen beträgt 215.020 Euro. Fazit der Experten: Es bestehe für Privatpersonen in Österreich kaum die Gefahr, mit Fälschungen in Kontakt zu kommen.

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    Laut Nationalbank ist "Cash" nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel in Österreich: 86,1 Prozent aller Zahlungstransaktionen werden mit Bargeld getätigt.

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