Ein "wunderbarer Ausblick auf die Erde"

13. Juli 2006, 15:24
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Interview mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter, der für sechs Monate an Bord der Raumstation ISS bleiben wird

Oberpfaffenhofen - Der deutsche Astronaut Thomas Reiter und seine Kollegen an Bord der Internationalen Raumstation ISS schauen in ihrer Freizeit am Liebsten aus dem Fenster: "Den Großteil der Freizeit verbringen wir damit, den wunderbaren Ausblick auf die Erde zu genießen", sagte der 48-Jährige am Donnerstag im Interview mit bayerischen Schülern, die vom Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA in Oberpfaffenhofen ihre Fragen ins All schickten. Die ISS fliege in 90 Minuten einmal um die Erde.

Zum Gitarrespielen habe er wegen der vielen Arbeit noch keine Zeit gehabt, sagte der Hobby-Musiker weiter. Außerdem sei an dem Instrument an Bord der ISS eine Saite gerissen, die er ersetzen müsse. Reiter war vor gut einer Woche ins Weltall gestartet und ist als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) für sechs Monate ständiges Mitglied der ISS. Der 48-Jährige, der den russischen Kosmonauten Pavel Winogradow und den US-Astronauten Jeffrey Williams unterstützt, soll 30 wissenschaftliche Experimente zu Humanmedizin, Biologie und Physik durchführen.

"Die Arbeit hier oben ist hoch interessant", erklärte Reiter den Schülern. Im Moment müsse die Besatzung noch die Bordsysteme warten, bevor die Experimente starteten. "Die Ergebnisse werden den Menschen insgesamt zugute kommen." So könne der Weltraum weiter erkundet werden und die Menschen eines Tages "vielleicht sogar zum Mars" fliegen. (APA/AP)

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    Blick aus der Raumstation

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    Reiter an Bord der ISS

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