Abbas warnt vor "regionalem Krieg"

15. Juli 2006, 09:22
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Würde Chancen auf Frieden und Stabilität schwinden lassen

Ramallah/Beirut/Kairo - Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat angesichts der israelischen Offensive im Libanon vor einem "regionalen Krieg" gewarnt. "Die Zunahme der Militäroperationen im Libanon lässt uns einen regionalen Krieg befürchten, der die Chancen auf Frieden, Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten schwinden lässt", sagte Abbas am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi.

"Gefährliche und tragische Situation beenden"

Abbas rief die internationale Gemeinschaft auf, die "gefährliche und tragische Situation" in der Region zu beenden. Im Hinblick auf die Militäroffensive im Gazastreifen sprach er von einer "israelischen Aggression gegen das palästinensische Volk". Abbas rief sowohl militante Palästinenser als auch Israel zu einer Freilassung von Gefangenen auf.

Die Arabische Liga hat unterdessen in der Diskussion um eine Unterstützung Syriens für die libanesische Hisbollah-Miliz zur Zurückhaltung gemahnt. "Es gibt keine Beweise dafür, dass Syrien hinter den Hisbollah-Angriffen steht", sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, am Donnerstag dem amerikanischen Sender CNN.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush gefordert, dass der syrische Präsident Bashar Assad "Verantwortung für den Frieden" übernehmen solle. Syrien wird vom Westen vorgeworfen, die radika-islamische Hisbollah zu unterstützen, die an der Regierung in Beirut beteiligt ist, sich aber weiterhin der Entwaffnung widersetzt. (APA)

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