Acht neue Stätten gelten als Weltkulturerbe

21. Juli 2006, 16:45
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Finnischer Teil des "Kvarken" wird UNESCO-Naturdenkmal

Vilnius - Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner Sitzung in der litauischen Hauptstadt Vilnius acht neue Stätten als Weltkulturerbe anerkannt. Dazu gehört unter anderem der Lebensraum des Großen Pandas in der südwestchinesischen Provinz Sichuan, wie die UN-Organisation am Mittwochabend bekannt gab. In dieser Region leben mehr als 30 Prozent der vom Aussterben bedrohten Tiere.

In die Welterbeliste wurden ferner aufgenommen: das Naturschutzgebiet Malpelo in Kolumbien, die historische Festungsstadt Harar Jugol in Äthiopien, die künstlerisch bearbeiteten Chongoni-Felsen in Malawi, ähnliche Felsen von Kondoa in Tansania, Steinkreise in Senegal sowie in Gambia, die historischen Steingebäude von Aapravsi Ghat auf Mauritius und schließlich die Agave-Landschaft in Mexiko zwischen dem Tequila-Vulkan und dem Tal des Rio Grande.

Darüber hinaus beschloss das Welterbekomitee, die byzantinischen Ruinen von Tipasa in Algerien von der so genannten roten Liste der bedrohten Welterbestätten herunter zu nehmen, da die Behörden inzwischen genug für deren Schutz getan hätten. Diese Entscheidung wurde bereits am Montag auch für den Kölner Dom gefällt, während dem Dresdner Elbtal wegen des dort geplanten Brückenbaus weiterhin die Aberkennung des Welterbestatus droht.

UNESCO-Naturdenkmal

Die pittoreske Insellandschaft in der Meeresenge Kvarken (finnisch: Merenkurkku) in der nördlichen Ostsee zwischen Schweden und Finnland kommt auf die Liste der UNESCO-Naturdenkmäler. Der Schärengarten zwischen der schwedischen Stadt Umea und dem finnischen Vaasa, deren von der UNESCO als Welterbe definierter Teil ausschließlich auf der finnischen Seite liegt, zeichnet sich durch die anhaltend kräftige nacheiszeitliche Landhebung aus, die sich wegen dem extrem seichten Meer kaum anderswo auf der Welt so stark bemerkbar macht. Laut Auskunft des finnischen Geologie-Forschungszentrums wächst die Landfläche in der Region pro Jahr um rund einen Quadratkilometer. (APA/AP)

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