Haubner will soziales Engagement junger Frauen stärken

13. Juli 2006, 14:42
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Grünes Licht für "Attraktivierung" des Freiwilligen Sozialen Jahres: Individualförderung von 150 Euro pro Kopf

Wien - Sozialministerin Ursula Haubner (B) hat am Donnerstag grünes Licht im Ministerrat für ihre lange geforderte "Attraktivierung" des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) bekommen. Konkret geht es dabei um eine Aufstockung des "Taschengeldes" von 150 Euro monatlich. Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) hatte budgetäre Mittel bisher nicht zur Verfügung stellen wollen, nun sollen 1,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden.

Etwa 400 Jugendliche haben bereits das zehn Monate andauernde Freiwillige Soziale Jahr absolviert, für das kommende Jahr sei mit einer Verdoppelung zu rechnen. Aus diesem Grund sei es ein "wichtiges und richtiges Signal an junge Menschen", dass diese "Verbesserung" - voraussichtlich am 1. September - kommen soll. Haubner: "Ich habe es nicht geschaffen aber ich werte es auf."

Noch mehr junge Frauen gewinnen

Das FSJ können junge Männer und Frauen ab 18 Jahren bei Sozialeinrichtungen für zehn bzw. elf Monate absolvieren, ist nicht mit dem Zivildienst zu verwechseln und kann auch nicht stattdessen absolviert werden. Aufgabengebiet ist die Behinderten- und Kinderbetreuung oder die Altenpflege. Das Entgelt besteht derzeit aus Kost, Logis und einem Taschengeld von 168 Euro netto. Dazu kommt ein anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld und ein Fahrtkostenzuschuss von 7,30 Euro pro Monat.

Hintergrund Haubners Initiative ist auch, dass man mehr junge Frauen für das soziale Engagement gewinnen möchte. Diese stellen zwar bereits 90 Prozent der TeilnehmerInnen am Freiwilligen Sozialen Jahr, dürfen aber keinen Zivildienst ableisten, der für den Sozialbereich noch wesentlich wichtiger ist. (APA)

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