Hans-Peter Martin ziert sich noch

19. Juli 2006, 09:06
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Auf seiner Homepage ist zu lesen: "Es wird spannend."

Wien - Der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin, der als unabhängiger Kandidat bei der Europawahl 2004 einen Achtungserfolg (mit 14 Prozent wurde er drittstärkste Kraft) erzielt hat, ziert sich, seine Kandidatur für die Nationalratswahl bekannt zu geben.

Auf seiner Homepage ist zu lesen: "Es wird spannend." Und diese Spannung versuchte er auch am Donnerstag auszukosten. In zehn Tagen werde es eine Entscheidung geben, ob man am 1. August mit dem Sammeln von Unterstützungserklärungen beginne. Gegenwärtig fänden "Gesprächsrunden statt, die in eine Demokratie-Plattform münden sollen".

Die zweite Entscheidung, ob es dann tatsächlich eine Kandidatur gibt, soll spätestens am 37. Tag vor der Wahl - das ist der 25. August - bekannt gegeben werden. Dann nämlich müssten 2600 Unterschriften gesammelt sein und eingereicht werden.

Eine Unterstützung durch Abgeordnete anderer Parteien lehnt Martin "definitiv ab". Selbst wenn es ein Angebot gäbe, würde er ein solches nicht annehmen. Eine Kandidatur werde es aber nur dann geben, wenn die Liste in allen neun Bundesländern antritt.

HPM schweigt zu Kandidaten

Ob er dafür schon Personen als Spitzenkandidaten habe? - Martin: "Es haben sich ja mehr als 100 Menschen angeboten zu kandidieren." Bekanntere Persönlichkeiten, die sich vielleicht mit ihm auf einer Liste finden wollen? HPM will dazu überhaupt nichts sagen.

Zum Wahlkampf sagt Martin, dass dieser mitten in die Sommerpause fällt. Das Argument der Regierung, dass man sich eine Woche Plakatwand-Finanzierung ersparen will, glaubt er nicht. "Schüssel ist ein ausgebuffter Taktiker. Ich kann mir gut vorstellen, dass er es mit dem 1. Oktober den Kleinen schwerer machen wollte. Das ist wichtiger als eine angeblich zu bezahlende Plakatwoche." (cs/DER STANDARD, Printausgabe, 14. Juli 2006)

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