Pjöngjang und Seoul beenden bilaterale Gespräche ohne Ergebnis

15. Juli 2006, 22:02
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Norden macht Süden verantwortlich

Seoul/Peking - Die Spannungen wegen der Raketentests in Nordkorea haben auch einen langen Schatten auf die Annäherung zwischen beiden koreanischen Staaten geworfen. Eine Gesprächsrunde über eine Verbesserung der Beziehungen auf Ministerebene wurde am Donnerstag in der südkoreanischen Hafenstadt Pusan nach Angaben aus Seoul ohne Einigung abgebrochen. Die nordkoreanische Delegation reiste vorzeitig ab.

Nordkorea habe den Süden für den Abbruch des ursprünglich bis Freitag geplanten Treffens verantwortlich gemacht, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. In einer Erklärung sei Südkorea beschuldigt worden, die Versöhnungsgespräche für "irrelevante Themen" missbraucht zu haben. Südkorea werde einen Preis bezahlen für das Scheitern des Treffens und die Konsequenzen für die innerkoreanischen Beziehungen tragen müssen.

Südkorea hatte Nordkorea nach den weltweit kritisierten Raketentests in der vergangenen Woche dazu aufgerufen, sein Testmoratorium von 1999 wieder in Kraft zu setzen und die festgefahrenen Sechser-Gespräche über sein Atomprogramm wieder aufzunehmen. Nordkorea habe hingegen erneut um die Lieferung von einer halben Million Tonnen Reis gebeten, was Seoul jedoch auf Grund der Spannungen wegen der Raketentests verweigerte. (APA/dpa)

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