US-Armeesprecher: Lage im Irak nicht außer Kontrolle

13. Juli 2006, 07:56
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"Al-Kaida im Zweitromland erschöpft" - Rumsfeld: Sicherheitslage nicht schlechter als unter Saddam

Washington/Bagdad - Trotz der jüngsten Gewaltwelle im Irak mit mindestens 29 Toten ist aus Sicht der US-Armee die Sicherheitslage nicht außer Kontrolle geraten. Die Terrorgruppe Al-Kaida im Zweistromland (Tanzeem Qaedat al-Jihad fi Bilad al-Rafidain) sei erschöpft und verübe deshalb Aufsehen erregende Anschläge mit vielen Opfern, um in den Schlagzeilen zu bleiben, sagte der Sprecher der Koalitionsstreitkräfte, General Bill Caldwell, am Mittwoch dem US-Nachrichtensender CNN.

Am Mittwoch hatten ein Selbstmordanschlag in einem Bagdader Restaurant und ein Angriff auf einen Busbahnhof einen unangekündigten Besuch von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Irak überschattet.

Nach einem Treffen mit irakischen Regierungsvertretern sagte Rumsfeld, es sei ein Fehler, wenn man die Sicherheitsfrage vom politischen Prozess abkoppeln würde. Der Aussöhnungsprozess im Irak sei von grundlegender Wichtigkeit für mehr Sicherheit.

Rumsfeld bestritt, dass die Sicherheitslage schlechter geworden sei und erinnerte irakische Journalisten an die Zeiten von Ex-Machthaber Saddam Hussein. "Unter Saddam Hussein waren Massengräber mit Hunderttausenden von Menschen gefüllt. Die Gefängnisse waren voll mit zehntausenden Menschen. Menschen hatten Angst und wurden unterdrückt", sagte Rumsfeld. (APA/dpa)

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