Denk darf wieder ins Horr-Stadion

17. Juli 2006, 10:39
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Austria hob Stadion-Verbot gegen Kuratoriumsmitglied auf

Wien - Vor der letzten Saison unter Betriebsführer Frank Stronach hat Austria Magna Zeichen der Versöhnung gesetzt. Der Fußball-Double-Gewinner hob das Haus- und Stadion-Verbot gegen sein Kuratoriumsmitglied Helmut Denk sowie zwei Fans auf. "Mit diesem Schritt wollen wir zeigen, dass die Austria-Familie unbelastet und ohne Ressentiments in die neue Saison gehen möchte", sagte Klubmanager Markus Kraetschmer.

Vor kurzem war es in einem von Austria gegen die Denk-Firma Deko Logistik angestrengten Prozess vor dem Handelsgericht Wien unter Mithilfe des umsichtigen Richters Wolfgang Steinberger zu einer Einigung mit dem 63-jährigen Denk gekommen. Nach einer bereits Anfang März erfolgten Zahlung von ca. 11.000 Euro und die Begleichung der restlichen offenen Austria-Forderungen anerkannte der Verein im Gegenzug die Kosten, die Deko aus der seinerzeitigen Übersiedlung von Ex-Generalmanager Toni Polster entstanden waren.

Gleichzeitig hält Kraetschmer seine früherer gemachte Aussage, wonach das Kuratoriumsmitglied seine Verpflichtungen in Zusammenhang mit der Polster-Übersiedlung und der Werbevereinbarung nicht eingehalten hätte, nicht mehr aufrecht. Denk hatte im Herbst das Vereinpräsidium mit Präsident Peter Langer an der Spitze stürzen, Mäzen Stronach vorzeitig vertreiben und neue Geldgeber auftreiben wollen.

Denk ist mit der getroffenen außergerichtlichen Einigung zufrieden. "Ich bleibe dem Fußball auf jeden Fall verbunden", sagte der langjährige Austria-Anhänger. Das Stadion-Verbot gegen Austria-Legende Polster bleibt hingegen aufrecht. Dazu Kraetschmer: "Weil es zwischen ihm und der Austria ein schwebendes Verfahren gibt." Der Ex-Teamstürmer ging nach der vorzeitigen Trennung von den Veilchen vor das Arbeitsgericht. (APA)

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