Wasserqualität der Salzburger Seen hervorragend

21. Juli 2006, 15:45
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Wolfgangsee mit bester Wasserqualität - Sorgenkinder sind heuer lediglich die Egelseen bei Mattsee

Salzburg - Die Wasserqualität der Salzburger Seen sei hervorragend, denn sie bestanden heuer bei den Messungen sowohl hygienisch als auch ökologisch alle Tests. "Unsere jahrelangen Bemühungen um die Reinerhaltung der heimischen Gewässer zahlen sich aus", sagte Umweltreferent LHStv. Othmar Raus (SPÖ).

Egelseen

Sorgenkinder sind heuer lediglich die Egelseen bei Mattsee. Dort könnte im Herbst der Sauerstoff für die Fische knapp werden. Die jüngsten Untersuchungen der Egelseen, die keine typischen Badeseen sind, haben gezeigt, dass in der Tiefe des Großegelsees sich ein großes Problem angesammelt hat. 1.100 Milligramm Gesamtphosphor pro Kubikmeter, 7.000 Milligramm pro Kubikmeter Ammonium-Stickstoff, kein Nitrat, Schwefelwasserstoffbildung, erhöhte Salzgehalte und ungewöhnlich hohe Kaliumgehalte charakterisieren eine Gewässergüte die ein Leben von Fischen in sauerstofffreiem Wasser ab 3,5 Meter Wassertiefe unmöglich machen.

Wolfgangsee

Die beste Wasserqualität unter Salzburgs Seen hat der Wolfgangsee, der die geringsten Nährstoffkonzentrationen der untersuchten Seen auf. Mit Sichttiefen bis 14 Metern ist der See im St. Gilgener Teil wieder klarer als der zeitweilig durch Trübstoffe aus Starkregen und Schneeschmelze durch den Zinkenbach beeinflusste Teil von Strobl.

Wallersee

Eine Hygiene-Messung des Wallersees vom vergangenen Jahr hatte für Diskussionen gesorgt. Deshab wird heuer besonders auf diese Werte geachtet. Das Ergebnis: Der Wallersee ist nicht schlechter, sondern sogar besser geworden.

Mattsee

Der Mattsee weist heuer eine deutlich niedrigere Phosphorkonzentration als 2005 auf: Fanden sich heuer 9,5 Milligramm pro Kubikmeter, so waren es 2005 noch deutlich über 15 Milligramm. Der See liegt damit gegenwärtig im Bereich geringer Nährstoffbelastung. Die Sichttiefen um 5,5 Meter entsprechen den Vorjahrswerten und lassen den See sehr klar erscheinen. Das seichte Niedertrumer Becken hatte Ende Mai mit 16 Milligramm pro Kubikmeter mäßige Phosphorbelastung, was weitgehend dem Zustand des Vorjahres entspricht. Dasselbe gilt für den Stickstoffgehalt.

Obertrumer See

Beim Obertrumer See ging der Stickstoff zurück, verstärkte Algenentwicklungen seien im Sommer nicht zu erwarten, aber auch nicht gänzlich auszuschließen. Gegenwärtig ist der See mit einer Sichttiefe von 3,6 Metern relativ klar. Die heurigen Hygieneuntersuchungen zeigen für die beiden untersuchten Badestellen - Strandbad Seeham und Strandbad Staffl - optimale Werte.

Fuschlsee

Der mit gegenwärtig 7,5 Metern Sichttiefe klare Fuschlsee ist nach wie vor phosphorarm und in sehr gutem Zustand. Die heurigen Hygieneuntersuchungen zeigen für die beiden untersuchten Badestellen Strandbad Fuschl und Strandbad Hof optimale Werte.

Untersuchungen

Für die Badesaison 2006 liegen für alle 37 EU-Badestellen im Land Salzburg bereits zwei Probennahmedurchgänge vor. Dabei wurden in 30 Zentimeter Wassertiefe von der AGES Salzburg die Parameter Gesamtcoliforme Bakterien und Fäkalcoliforme Bakterien im Seewasser untersucht. Beim Prebersee wurde im zweiten Untersuchungsdurchgang ein Richtwert überschritten - die Grenzwerte wurden eingehalten. Alle übrigen EU-Badestellen in Salzburg zeigten eine exzellente Wasserqualität. (APA)

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