SPÖ sieht sich als Opfer von Spam-Attacke der ÖVP

25. Juli 2006, 08:41
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Jugend-Homepage http://www.unterfreunden.at betroffen -Darabos: "Fairnessabkommen das Papier nicht wert"

Wien - Die SPÖ sieht sich als Opfer einer digitalen Wahlkampf-Attacke: Vergangene Woche soll die Jugend-Homepage http://www.unterfreunden.at einem "dokumentierten" Spam-Angriff ausgesetzt gewesen sein, teilte Bundesgeschäftsführer Darabos am Mittwoch in einer Aussendung mit. Für ÖVP-Kommunikationschef Rauch kann dies technisch gar nicht möglich sein, da es Spam-Attacken auf Internet-Seiten nicht gebe.

"Erneut zeigt sich, dass der von der ÖVP vorgelegte Entwurf für ein Fairnessabkommen zum Wahlkampf das Papier nicht wert ist", erboste sich Darabos über das angebliche Verkehrsdelikt auf dem daten -Highway. Vermuteter Sinn des durch Techniker "dokumentierten Angriffs": Den Server mit einem Maximum an Anfragen zum Absturz zu bringen. Dass dies nicht geschehen ist, verdanke die SPÖ einer Firewall. Nun überlegt die beauftragte Agentur für die Homepage, "Albertinaplatz/mind factory studios", Strafanzeige wegen Betriebssabotage einzuleiten, hieß es. Für Darabos erfülle die ÖVP das Motto: "Wasser predigen, Schlamm schütten."

Eine "Schmutzkübelkampagne" seitens der SPÖ sieht auch die ÖVP. "Das ist wirklich unterste Schublade", reagierte Rauch im Gespräch mit der APA auf die Vorwürfe. Eine Spam-Attacke könne sich nur auf E- Mail-Server beziehen, das hätten Techniker bestätigt. Dass die ÖVP die Homepages politischer Mitbewerber sehr wohl beobachte, stellte Rauch nicht in Abrede, es werde aber auch in Zukunft keine Spam- Attacken geben. An einem Fairness-Abkommen für den Wahlkampf hat die ÖVP, so Rauch, weiterhin größtes Interesse. (APA)

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