Ein Schaufenster für Forschung - Einheitliche Innovationspolitik

18. Juli 2006, 20:13
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Ein Schaufenster für Forschung

Die Landeshauptstadt Salzburg hat das erste Schaufenster zum Thema Forschung und Technologieentwicklung, bescheiden "Window of Science" genannt, erhalten. Im ehemaligen Museum Carolina Augusteum werden in einem riesigen Schaufenster Forschungsergebnisse präsentiert. Salzburg sei für dieses Schaufenster der perfekte Standort, lobt Forschungsstaatssekretär Eduard Mainoni: "Die Forschungsquote liegt in Salzburg mit 3,1 Prozent deutlich über dem Österreich-Schnitt." Erster Schwerpunkt des Forschungsfensters ist Verkehrstechnologie - entstanden in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, mit Autobahnnetzbetreiber Asfinag und Kapsch.

Einheitliche Innovationspolitik

Die EU-Kommission sowie der finnische EU-Ratsvorsitz wollen bis Jahresende die Grundzüge einer einheitlichen europäischen Innovationspolitik schaffen. EU-Industriekommissar Günther Verheugen kündigte für Herbst ein Kommissionspapier an, das den Vorschlag für eine allgemeine Innovationsstrategie enthalten soll. Der finnische Industrie- und Handelsminister Mauri Pekkarinen sagte, er hoffe bereits auf konkrete Beschlüsse beim EU-Dezember-Gipfel in Brüssel. Die EU hinke der im Jahr 2000 geschaffenen Lissabon-Strategie, wonach aus Europa innerhalb von zehn Jahren der wettbewerbsfähigste Wirtschaftsraum der Welt gemacht werden sollte, zur Halbzeit deutlich hinterher. Daher sei eine intensivierte Diskussion nötig, wie man Europa "innovativer, produktiver und wettbewerbsfähiger" machen könne, so der finnische Industrieminister. (DER STANDARD, Printausgabe, 12. Juli 2006)

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