Pkw-Absatz in Westeuropa geschrumpft

30. Juli 2006, 17:10
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Die Autohersteller haben in Westeuropa im Juni deutlich weniger Pkw abgesetzt als vor einem Jahr

Frankfurt - Die Autohersteller haben in Westeuropa sind im Juni deutlich weniger Pkw abgesetzt als vor einem Jahr.

In den EU-15-Ländern sowie in Norwegen und der Schweiz seien insgesamt 1,42 Millionen Fahrzeuge neu registriert worden und damit 4,0 Prozent weniger als vor Jahresfrist, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Seit Jahresbeginn ließen die Behörden mit 7,9 Millionen gut ein Prozent mehr Fahrzeuge zu. Den Rückgang im Juni führte der VDA auf die im Vorfeld der Urlaubssaison nochmals gestiegenen Benzinpreise und eine geringere Zahl von Arbeitstagen in einigen Ländern zurück.

In den fünf größten EU-Ländern hatten die Hersteller im ersten Halbjahr größtenteils mit einem schwierigen Markt zu kämpfen. In Spanien schrumpfte der Absatz um ein Prozent, in Frankreich um zwei Prozent und in Großbritannien sogar um vier Prozent. In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Neuzulassungen hingegen leicht auf 1,4 Prozent. Allein in Italien steigerten die Autobauer ihren Absatz deutlich: um acht Prozent.

Gegen den Trend

Gegen den Trend verbuchten deutsche Autobauer dank ihrer neuen Modelle in den ersten sechs Monaten deutliche Zuwächse und erhöhten ihren Marktanteil in einigen Ländern. So wurden in Frankreich ein Prozent mehr deutsche Autos verkauft, ihr Marktanteil legte um 0,8 Prozentpunkte auf über 27 Prozent zu. In Spanien und Großbritannien steigerten deutsche Marken den Absatz um jeweils zwei Prozent und erhöhten ihren Marktanteil auf 49 Prozent (plus 1,4 Prozentpunkte) beziehungsweise 40 Prozent (plus 2,3).

Von Jänner bis Mai sei mehr als die Hälfte der in Westeuropa neu zugelassenen Pkw auf Dieselfahrzeuge entfallen, teilte der VDA mit. Der Absatz von Diesel-Pkw sei um insgesamt vier Prozent auf 3,26 Millionen Einheiten gestiegen. (APA/Reuters)

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