Schutzprojekt für Großtrappen im Nordburgenland

21. Juli 2006, 15:45
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Stromleitungen sind größte Gefahr für Trappen - Bojen sollen Leitungen besser sichtbar machen

Eisenstadt - Ein neues Life Projekt im Burgenland beschäftigt sich mit dem grenzüberschreitenden Schutz der Großtrappen. Die Vögel sind weltweit vom Aussterben bedroht. Leitungsdrähte von Mittel- und Hochspannungsleitungen stellen die größte Gefahr für Alt- und Jungtiere dar. Aus diese Grund werden an exponierten Stellen wie der Parndorfer Platte die Stromleitungen mit schwarzen und weißen Bojen versehen.

"Wir wollen mit diesen Bojen erreichen, dass die Trappen die Drähte früher und vor allem besser sehen", erklärte Rainer Raab, der dieses Projekt in den nächsten fünf Jahren begleiten wird. "Die Vögel sollen noch bevor sie mit den Stromdrähten kollidieren abdrehen. Immerhin sind im Gemeindegebiet von Zurndorf in den vergangenen Monaten drei Trappen in den Stromleitungen verunglückt."

Die Kosten für das auf fünf Jahre angelegte Projekt, das auch in Ungarn und der Slowakei durchgeführt wird, betragen über 5,8 Millionen Euro. Einer der zahlenden Partner istder Verbund. Er investiert 1,1 Millionen Euro in den Schutz der bedrohten Großtrappe.

Auf Hochspannungsleitungen werden derzeit im Burgenland und im niederösterreichischen Weinviertel bis Ende August Warntafeln montiert. "Neue wissenschaftliche Erkenntnisse besagen, dass die bereits auf Hochspannungsleitungen eingesetzten Warnkugeln nicht ausreichen", erklärte Heinz Kaupa vom Verbund. Außerdem seien weiße und schwarze Bojen bei wechselnden Lichtverhältnissen für die Tiere besser wahrnehmbar als farbige. (APA)

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