Wels: Schülerin lief stundenlang mit einer Kugel in der Brust herum

17. Juli 2006, 09:49
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13-Jährige wurde am Moped angeschossen und hat die Schussverletzung nicht bemerkt - vom Täter fehlt jede Spur

Linz - Eine rätselhafte Schussverletzung einer 13-jähriger Schülerin beschäftigt die Polizei in Offenhausen im oberösterreichischen Bezirk Wels. Die Schülerin hat offenbar nicht bemerkt, dass sie getroffen wurde, und lief stundenlang mit einer Kugel in der Brust herum. Vom Schützen fehlt vorerst jede Spur.

Das Mädchen ist am Montagnachmittag mit einem Freund auf dem Moped unterwegs, als es plötzlich ein Brennen an der Schulter spürte. Da die Schülerin das offenbar vor ihren Eltern verheimlichen wollte, dürfte sie auch die Verletzung heruntergespielt haben, so die Kriminalisten.

In der Nacht auf Dienstag bekam das Mädchen jedoch plötzlich Atemnot und klagte über Schmerzen im Brustbereich. Der Vater brachte seine Tochter sofort nach Wels ins Krankenhaus. Dort machten die Ärzte ein Röntgenbild und stellten die überraschende Diagnose: Schussverletzung. Das Mädchen wurde sofort operiert und die Kugel entfernt. Lebensgefahr bestand laut Medizinern nicht.

Die Polizei hat bereits umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, von dem Schützen fehlte vorerst aber jede Spur. Die Ermittler halten einen Querschläger für wahrscheinlich. Das Geschoss dürfte von einem harten Gegenstand abgeprallt sein, bevor es das Mädchen traf, erklärte Rudolf Keplinger, Chef des Landeskriminalamts Oberösterreich.(APA)

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