Steirischer "Wunderheiler" verhaftet: Opfer zahlten Vermögen für Behandlung

14. Juli 2006, 09:11
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67-Jähriger behandelte meist in Hotelzimmer in Thailand - Australierin starb

Graz - Er bot Heilmittel für alles an, von Aids über Alzheimer bis Krebs: Ein 67-jähriger Steirer ist in Thailand verhaftet worden, da er im Verdacht steht, für mindestens einen Todesfall verantwortlich zu sein. Die Patienten kamen vorwiegend aus Neuseeland und Australien und wurden meist in Hotelzimmern behandelt. Die Kranken fanden den Arzt über seine Internetseite und zahlten dem Mann ein Vermögen für seine "Wundermittel", darunter "Flüssig-Ozon"-Spritzen.

Flüssig-Ozon"-Spritzen

Ausschlaggebend für die Ermittlungen der Polizei war nach Angaben der "Bangkok Post" der Tod einiger Patienten. Sie starben, nachdem sie behandelt wurden. Aufgefallen ist der Tod einer 58-jährigen Australierin, die im Mai vorigen Jahres nach einer der verabreichten "Flüssig-Ozon"-Spritzen starb. Wie sich bei der Obduktion herausstellte, hatte die Frau eine überhöhte Menge Kalium im Blut.

Eine 33-jährige Neuseeländerin wurde bewusstlos und musste ins Krankenhaus, nachdem sie Spritzen erhalten hat. Sie erzählte später der Polizei, sie habe dem Arzt 900.000 thailändische Baht (18.700) Euro für die Behandlung bezahlt.

Schulden

Der Steirer soll hohe Schulden haben. Sollte er in Thailand angeklagt und verurteilt werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.(APA)

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