Bush zu Deutschland-Besuch abgeflogen

12. Juli 2006, 18:14
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Landet am Mittwochabend - Merkel will enge Abstimmung mit Bush im Iran-Atomkonflikt - Weitere Themen: Nahost, Afghanistan, Irak, Energie

Hamburg - US-Präsident George W. Bush ist am Mittwoch zu seinem Deutschland-Besuch abgeflogen. Die Präsidentenmaschine "Air Force One" hob vom Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington ab. Bush soll um kurz vor 22.00 Uhr in Rostock landen.

Der Präsident wird bei seinem dritten Deutschland-Besuch auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel Mecklenburg-Vorpommern besuchen.

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Angesichts der sich zuspitzenden internationalen Krisen setzt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine enge Abstimmung mit US-Präsident George W. Bush. Bei dessen Besuch in Deutschland werde die Kanzlerin vor allem intensiv für ein gemeinsames Vorgehen im Iran-Atomkonflikt werben, hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen. Merkel und Bush treffen sich am Donnerstag in Stralsund und in dem Dorf Trinwillershagen. Der von Protesten begleitete Präsidentenbesuch wird von 12.500 Polizisten gesichert. Aber auch die explosive Lage im Nahen Osten und in Afghanistan, die Zukunft des Irak und Energiethemen wollen Merkel und Bush ansprechen.

Bushs Besuch markiert einen politischen Klimawechsel gegenüber der Zeit der rot-grünen Koalition, als die damalige deutsche Bundesregierung und Washington vor allem in der Irak-Politik unvereinbare Positionen einnahmen. Bei Bushs Gesprächen mit Merkel geht es um den Iran und sein umstrittenes Atomprogramm, aber auch um die Lage im Nahen Osten und den anstehenden G-8-Gipfel in St. Petersburg. Bush bleibt bis Freitag in Meckenlenburg-Vorpommern.

Deutsche ablehnend

Eine Mehrheit der Deutschen steht dem bevorstehenden Besuch von US-Präsident George W. Bush in Deutschland nach dem am Mittwoch veröffentlichten Ergebnis einer Meinungsumfrage kritisch gegenüber. Nach der Forsa-Erhebung für die Hamburger Illustrierte "stern" äußerten sich nur 41 Prozent der Befragten positiv zur Reise des Präsidenten, 52 Prozent dagegen negativ.

Laut Vorausmeldung äußerten sieben Prozent der insgesamt 1000 Umfrage-Teilnehmer, der am Mittwochabend beginnende Besuch Bushs in Mecklenburg-Vorpommern sei "sehr gut", 34 Prozent nannten ihn "gut". 24 Prozent sagten dagegen, sie fänden ihn weniger gut, und sogar 28 Prozent nannten den Besuch des amerikanischen Präsidenten in Norddeutschland "überhaupt nicht gut". Mit "weiß nicht" antworteten sieben Prozent. Bush wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in deren Wahlkreis eingeladen. Er bleibt bis Freitag in Mecklenburg-Vorpommern, um anschließend an dem G-8-Gipfel in Russland teilzunehmen. (APA/AP)

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