Eklat zwischen Georgien und Russland vor dem UNO-Sicherheitsrat

17. Juli 2006, 14:30
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Parlamentspräsidentin: Russland liefert moderne Waffen an Rebellen in Abchasien

New York - Georgien hat Russland am Dienstag eine Unterstützung der Rebellen in der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien vorgeworfen und damit für einen Eklat im UNO-Sicherheitsrat gesorgt. Die georgische Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse sagte in ihrer Rede, Russland liefere moderne Waffen an die Rebellen. Außerdem seien die unter GUS-Mandat stehenden russischen Friedenstruppen in Abchasien für zahlreiche Verbrechen dort verantwortlich.

Der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin reagierte verärgert auf die Anschuldigungen. Burdschanadse habe einen großen Fehler gemacht und trage mit ihrer inakzeptablen Rede nicht dazu bei, den Konflikt politisch beizulegen, sagte Tschurkin. Burdschanadse forderte die Stationierung von UNO-Blauhelmsoldaten in der Region. Aus Diplomatenkreisen verlautete, derzeit gebe es keine Pläne, die georgische Forderung im Sicherheitsrat zu diskutieren. (APA/AP)

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