Kostunica lehnt Unabhängigkeit des Kosovo weiter kategorisch ab

12. Juli 2006, 16:31
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Serbischer Präsident mit US-Außenministerin Rice zusammengetroffen

Washington - Der serbische Präsident Vojislav Kostunica hat eine Unabhängigkeit des Kosovo neuerlich kategorisch abgelehnt. "Die Unabhängigkeit ist etwas, das die serbischen Behörden nicht akzeptieren können", sagte er am Dienstag nach einem Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice in Washington.

Kostunica soll sich am Donnerstag vor dem UNO-Sicherheitsrat zu dem Thema äußern. Nach Angaben eines serbischen Regierungssprechers will er die UNO dabei "vor jeder aufoktroyierten Lösung warnen und ankündigen, dass es absolut inakzeptabel für Serbien ist, sich 15 Prozent seines Territoriums entreißen zu lassen". Die Albaner, die 90 Prozent der Bevölkerung des Kosovo stellen, fordern die Unabhängigkeit. Belgrad will allenfalls eine weit reichende Autonomie akzeptieren.

Im Februar hatten unter UNO-Vermittlung Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad über den zukünftigen Status der serbischen Provinz begonnen. Bisher gab es kein konkretes Ergebnis. Am Donnerstag soll der UNO-Sondergesandte Martti Ahtisaari im UNO-Sicherheitsrat seinen Bericht über den Stand der Verhandlungen vorlegen. Ende Juli soll in Wien eine neue Gesprächsrunde stattfinden. Das Kosovo wird seit dem Ende der NATO-Luftangriffen 1999 von der UNO verwaltet. (APA)

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