Petersen schockiert über Flop von "Poseidon" in den USA

12. Juli 2006, 17:45
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"Ich kann es mir nur so vorstellen, dass die Amerikaner von Katastrophen-Bildern gesättigt sind"

Köln - Regisseur Wolfgang Petersen ("Das Boot") ist schockiert über den Misserfolg seines Films "Poseidon" in den USA. In einem Gespräch mit dem Kölner "Express" (Mittwochausgabe) sagte der 65-Jährige: "Ich kann es mir nur so vorstellen, dass die Amerikaner von Katastrophen-Bildern gesättigt sind." Der Film läuft am Mittwoch in den österreichischen Kinos an.

"Nach so einem Desaster, das erste, das ich in 15 Jahren Hollywood erlebe, weiß ich jetzt, dass es nicht so weitergeht", sagte Petersen weiter. "Vielleicht drehe ich sogar wieder in Deutschland. Trotzdem will ich weiter die großen Geschichten erzählen. Ich will keine kleinen Brötchen backen."

Der Film hatte am Dienstagabend in Berlin seine Deutschlandspremiere. Bei der Kritik kam Petersens neues Werk nicht gut weg. Vom "überflüssigsten Remake aller Zeiten" war bereits in den USA die Rede. Dort ging der für umgerechnet rund 117 Millionen Euro gedrehte Katastrophenfilm neben "Da Vinci Code" und "Mission: Impossible III" unter.

Die beeindruckenden Spezialeffekte können nicht über die mit einer "B-Besetzung" gedrehte, dünne Story mit blassen Charakteren und flachen Dialogen hinwegtäuschen. In den USA spielte "Poseidon" bis jetzt weniger als 60 Millionen Dollar (47,1 Mio. Euro) ein. Sein Vorgänger "Die Höllenfahrt der Poseidon" hatte 1972 noch riesige Wogen geschlagen. (APA/dpa)

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