SPÖ hinterfragt Kontakt Grasser-Flöttl

20. Juli 2006, 12:28
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Parlamentarische Anfrage wegen Treffen des Finanzministers mit dem Investmentbanker

Wien – Ein "Händeschütteln und zwei oder drei zufällige Begegnungen" (Finanzministerium) haben bisweilen lästige Folgen. Etwa wenn es um Treffen von Finanzminister Karl-Heinz Grasser mit Investmentbanker Wolfgang Flöttl geht, die laut profil "zum Höhepunkt der Bawag-Affäre" um 2001 stattgefunden haben.

Die SPÖ hält diesen Kontakt zwischen dem damaligen obersten Bankenaufseher und "Flöttl als Schlüsselperson der seit 1994 in Untersuchung durch die Bankenaufsicht stehenden Karibik-Geschäfte" für "mehr als aufklärungswürdig". Und stellt daher in der Nationalratssitzung am Mittwoch eine parlamentarische Anfrage, bestehend aus acht Fragen.

Die SPÖ will wissen, wann und wo Grasser "persönlichen Kontakt mit Dr. Flöttl hatte, und was Gesprächsinhalt war". Zudem hinterfragt sie, ob Grasser mit Banker "Julius Meinl V. (bei der Meinl Bank habe die Bawag 18 Mio. Euro Schulden Flöttls zurückbezahlt, Meinl zähle zu Grassers "intimen Freundeskreis") über Dr. Flöttl gesprochen oder korrespondiert" habe. Letzte neugierige Frage: Gibt es einen "Zusammenhang zwischen den persönlichen Kontakten und dem Umstand, dass Flöttl nach seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter ohne weiteren Haftantrag der weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft ... einfach wieder ausreisen konnte?" (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.7.2006)

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