ÖVP: "Mit guten Aussichten" in den Vor-Wahlkampf

12. Juli 2006, 15:19
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Sommerkampagne mit Schüssel-Plakaten für Alt und Jung

Wien - Mit "guten Aussichten" geht die ÖVP in den sommerlichen Vor-Wahlkampf. Das verkünden zumindest die Sommerplakate der Volkspartei, die am Dienstag von Generalsekretär Reinhold Lopatka präsentiert wurden. Auf den zwei Sujets zu sehen ist Bundeskanzler Wolfgang Schüssel - ein Mal als Wanderer an einem Brunnen und ein Mal als moderner Stadtmensch im Gespräch mit drei jungen Leuten. Die jeweiligen Slogans verkünden: "Österreich. Hier geht's uns gut" und "Österreich. Gute Aussichten".

Als Wahlkampf wollte Lopatka die Plakate freilich nicht sehen, es handle sich schlicht um die jährlichen Sommerplakate. Man wolle sich im Sommer nicht all zu sehr anstrengen, sonst schwitze man zu viel und "wir wollen ja nicht dehydriert in den Wahlkampf im Herbst gehen", so Lopatka. Entsprechend erfrischend wirken auch die zwei Plakate: Auf einem ist Schüssel als Wanderer mit Rücksack an einem Brunnen zu sehen, aus dem er mit seinen Händen Wasser schöpft und trinkt. Das zweite Bild zeigt den Kanzler mit drei jungen Menschen - allesamt mit rot-weiß-roten Armbändern ausgestattet - vergnügt plaudernd.

Die offenbar jeweils auf Jung und Alt abzielenden Sommerplakate sollen laut Lopatka vermitteln, dass "Österreich gut unterwegs" und "moderner, sicherer und menschlicher geworden" sei. Das Land sei ein Vorzeigebeispiel für das "europäische Lebensmodell", meinte der General.

Die Kampagne soll bis Schulbeginn laufen. Insgesamt werden 1.500 Plakate österreichweit aufgehängt und damit weniger als in dem von ihm vorgeschlagenen Fairnessabkommen, so der Generalsekretär. Über die Kosten wollte Lopatka keine Angaben machen. Es sei "ein marktüblicher Preis" gezahlt worden.

Eine gesetzliche Regelung der Fairness im Wahlkampf hält Lopatka für "nicht schlecht", dann müsse man nicht immer wieder in Verhandlungen um ein Fairnessabkommen treten. Dafür sei es jetzt aber zu spät, meinte er in Hinblick auf den nahenden Urnengang. Als Wahlziel formulierte Lopatka wenig überraschend, dass "die ÖVP wieder den Regierungsauftrag bekommt". (APA)

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