Hervis Österreich wegen irreführender Werbung verurteilt

19. Juli 2006, 14:16
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AK fordert schärfere Regeln für Unterlassungsanspruch und Exekution

Die Sportkette Hervis muss in Österreich wegen irreführender Werbung 25.000 Euro Strafe zahlen, teilte die Arbeiterkammer (AK) in einer Aussendung mit. Demnach hat die AK im März zwei Unterlassungsexekutionen eingebracht, weil Hervis bei einem Umbauabverkauf in einer Wiener Filiale mit "Auf alles bis zu minus 50 Prozent" warb, was nicht so war.

AK-Forderung: Abschöpfung der durch unlautere Werbung erzielten Gewinne

"Die gesetzlichen Regeln wie Unterlassungsanspruch und Exekution sind unzulänglich, um Firmen von unfairen Methoden abzuhalten", kritisierte AK Expertin Ulrike Ginner in diesem Zusammenhang. Das zeige sich an Hervis, trotz mehrmaliger Sanktionen lasse die Firma nicht davon ab, mit irreführender Werbung, Konsumenten ins Geschäft zu locken. Daher fordert die AK: Abschöpfung der durch unlautere Werbung erzielten Gewinne. Eine Stellungnahme war von Hervis kurzfristig nicht zu erhalten. (APA)

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