Berliner WM-Beauftragter nach Selbstmordversuch gestorben

13. Juli 2006, 15:45
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Motive von Jürgen Kießling weiter rätselhaft

Berlin - Der Berliner Fußball-WM-Beauftragte Jürgen Kießling ist am Donnerstag vier Tage nach seinem Selbstmordversuch gestorben. Das teilte eine Sprecherin des Berliner Klinikums Charite mit. Der 65-Jährige hatte sich in der Nacht auf Montag nach dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Italien und Frankreich umbringen wollen.

Der Sprecher der zwölf deutschen WM-Städte hatte sich auf dem Grundstück seines Hauses im nordwestlichen Berliner Stadtteil Reinickendorf eine Kugel in den Kopf geschossen. Er hinterlässt eine 15-jährige Tochter und einen erwachsenen Sohn.

Über die Motive des Freitods wird noch gerätselt. Kießling hatte nach Angaben der Polizei vor seinem Selbstmordversuch zwei Abschiedsbriefe hinterlegt, über deren Inhalt aber keine Angaben gemacht wurden. Kießling war in den vergangenen Jahren als ranghoher Beamter der Sportverwaltung maßgeblich an der Organisation der Fußball-WM weit über Berlin hinaus beteiligt. Er gilt als "Vater" der Fanmeile auf der Straße des 17. Juni und wurde in Berlin auch "Mr. WM" genannt. (APA/dpa)

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