BenQ streicht mehr als 500 Stellen in Deutschland

23. Juli 2006, 16:15
posten

Betroffen seien 277 eigene Mitarbeiter in der Zentrale in München

Ein dreiviertel Jahr nach der Übernahme des Siemens-Handygeschäfts streicht der taiwanesische BenQ-Konzern insgesamt mehr als 500 Arbeitsplätze in Deutschland. Betroffen seien 277 eigene Mitarbeiter in der Zentrale in München, teilte BenQ am Dienstag mit.

Zudem beendet BenQ Mobile deutschlandweit die Zusammenarbeit mit 250 externen Mitarbeitern.

Entwicklungsabteilung betroffen

Am Hauptsitz München ist vor allem die Entwicklungsabteilung betroffen. Die Tochter des taiwanesischen Elektronikkonzerns BenQ bietet den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen an. Der Stellenabbau soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Insgesamt beschäftigt BenQ Mobile weltweit rund 8.000 Menschen, davon rund 3.100 in Deutschland.

Rückläufig

Das Management reagiert den Angaben zufolge auf die rückläufige Geschäftsentwicklung. BenQ Mobile hatte angekündigt, im letzten Quartal 2006 schwarze Zahlen zu schreiben. Vor kurzem verlängerte das Unternehmen einen bis zum Jahresende laufenden Ergänzungstarifvertrag für rund 1.900 Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen der niedrigere Löhne und längere Arbeitszeiten vorsieht.

Trotz zahlreicher neuer Handy-Modelle war es dem Hersteller nicht gelungen, sich auf dem Markt durchzusetzen. Der für Telekommunikationsprodukte des BenQ-Zulieferers Infineon zuständige Vorstand Hermann Eul hatte am Montag eingeräumt, der gegenwärtige Aufschwung der Handyindustrie gehe an BenQ vorbei. (APA)

Link

BenQ

Share if you care.